Hypothekarzinsen sinken im ersten Quartal 2016 weiter

Trotz rekordtiefer Hypothekarzinsen bleibt Wohneigentum für viele ein Traum. (Archiv)
Trotz rekordtiefer Hypothekarzinsen bleibt Wohneigentum für viele ein Traum. (Archiv) © Keystone/GAETAN BALLY
Die Talfahrt der Hypothekarzinsen in der Schweiz setzt sich fort. Die Richtzinsen für Festhypotheken über zehn Jahre sinken seit dem Jahreshöchststand im Sommer 2015 um 0,4 Prozentpunkte auf 1,6 Prozent.

Das teilte der Internet-Vergleichsdienst Comparis in seinem am Dienstag publizierten Hypotheken-Barometer mit. Ende des vierten Quartals 2015 lagen sie bei 1,6 Prozent. Die Nachfrage nach langen Laufzeiten nahm abermals um 4 Prozent zu, während die Nachfrage nach mittelfristigen Laufzeiten wieder minim abnahm (-3 Prozent).

Dass die SNB am negativen Leitzins von -0,75 Prozent festhält, habe zu anhaltend tiefen Zinserwartungen am Hypothekarmarkt geführt, lässt sich Marc Parmentier, Banken-Experte bei Comparis, in der Mitteilung zitieren.

Ein genauer Blick auf das Hypotheken-Barometer zeigt bei den kurz- und mittelfristigen Hypotheken im Vergleich zum Vorquartal keine grosse Veränderung. Die Richtzinsen für fünfjährige Festhypotheken liegen nach wie vor bei 1,2 Prozent.

Die hohe Nachfrage nach zehnjährigen Laufzeiten habe sich seit Ende des ersten Quartals bei 80 Prozent eingependelt und sei somit um weitere 4 Prozent gestiegen, heisst es weiter. Bei den mittleren Laufzeiten sank die Nachfrage jedoch um 3 Prozent auf 18 Prozent.

Die geringste Kaufbereitschaft besteht weiterhin bei den kürzeren Laufzeiten, welche mit insgesamt 2 Prozent nachgefragt werden. Die Nachfrage habe sich nochmals stark in Richtung zehnjährige Laufzeiten verändert, was angesichts der Entwicklung der Hypothekarzinsen eine logische Folge darstelle, stellt Parmentier fest. “Es bleibt weiterhin favorabel, Wohneigentümer zu sein.”

(SDA)


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