«Ich bin mich den Druck gewohnt»

FM1-Redaktorin Anja Müggler mit Tranquillo Barnetta.
FM1-Redaktorin Anja Müggler mit Tranquillo Barnetta. © FM1Today
Er soll den FC St.Gallen zum Erfolg führen. In ihn stecken seine Mannschaftskollegen und die Fans ganz viel Hoffnung. Der Rückkehrer Tranquillo Barnetta wird bei einigen Fans fast wie ein Gott behandelt. Der 31-Jährige äussert sich im Interview über den Druck und wie er damit umgeht.

Tranquillo Barnetta hat einen Inteviewtermin beim TVO. Er wird gerade geschminkt. Wir haben kurz Zeit, mit ihm ein paar Worte zu wechseln.

Tranquillo Barnetta, geniessen Sie es, geschminkt zu werden?
Ich kenne es mittlerweile. Ich hatte schon viele Fernsehinterviews. Klar, war es am Anfang komisch und ich wusste nicht, dass das dazu gehört. Heute bin ich einfach nur froh, wenn ich das ganze Make-up wieder wegwischen kann.

Sie sind mittlerweile ein alter Hase im Fussballbusiness und werden in der Ostschweiz wie ein Star behandelt. Wie gehen Sie mit dem ganzen Hype um Ihre Person um?
Ich muss sicher aufpassen, dass durch den ganzen Rummel das eigentlich Wichtige, das Fussballspielen, nicht zu kurz kommt. Denn darum geht es mir eigentlich. Der Hype gehört dazu, ich geniesse diesen auch. Dennoch versuche ich jetzt, mich auf die Rückrunde zu fokussieren.

Wie ist es für Sie, wieder in St.Gallen zu sein?
Es ist unglaublich schön, wieder bei meiner Familie und den Freunden zu sein. Das tut mir sehr gut und gibt mir Kraft. Nicht nur in den Ferien herzukommen, sondern hier zuhause zu sein, ist ein schönes Gefühl.

Das Interview mit TVO

Gibt es auch noch Dinge, an die Sie sich gewöhnen müssen?
Die Kälte. Als das Training bei minus zehn Grad wieder losging, war das schon sehr kalt. Da gibt es Schöneres.

Zum Beispiel?
Die vielen positiven Reaktionen. Ich werde dauernd angesprochen und dies ausschliesslich positiv. Das ist eine Bestätigung für mich. Es zeigt mir, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe und ich hoffe, dieses Gefühl bleibt auch in der Rückrunde bestehen.

Im Hinblick auf die Rückrunde: Welche Ziele haben Sie persönlich?
Wie jeder Sportler hoffe ich, ohne Verletzungen zu bleiben. Alles andere schafft man als Mannschaft. Für uns ist es sicher wichtig, in kleinen Schritten zu gehen und nicht zu weit nach vorne zu schauen. Wir müssen Spiel für Spiel nehmen. Dabei ist vor allem das erste Spiel sehr wichtig. Ich hoffe, dass wir gegen Vaduz drei Punkte holen.

Nicht nur die Mannschaft, sondern auch die Fans haben grosse Erwartungen in Sie. Wie gehen Sie damit um? Haben Sie das Gefühl, dass Sie manchmal wie eine Art Blitzableiter für die Mannschaft dienen?
Ich habe gewusst, dass ich der Mannschaft einen gewissen Druck nehmen kann und das ist auch in Ordnung. Von der Bundesliga her bin ich es gewohnt, mit Druck umzugehen. Dort musste ich das auch. Wenn ich der Mannschaft helfen kann, ihr den Druck nehmen kann, dann freut mich das. Ich hoffe, dass es gut läuft und es in Zukunft viele positive Nachrichten über uns zu berichten gibt.

(amü)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen