«Ich bin richtig heiss»

Das Eigengewächs des FC St.Gallen kehrt aus dem Wallis zurück: Nicolas Lüchinger aus Oberriet.
Das Eigengewächs des FC St.Gallen kehrt aus dem Wallis zurück: Nicolas Lüchinger aus Oberriet. © FM1Today/Sandro Zulian
Mit Nicolas Lüchinger kehrt ein St.Galler Eigengewächs zu den Espen zurück. In den letzten Jahren tingelte der knapp 23-jährige Oberrieter quer durch die Schweiz. Von St.Gallen über Chiasso nach Sion und jetzt wieder zurück. 

«Ich bin der Lüchinger Nicolas. Kollegen nennen mich Lüchi, Nico oder Nici. Ich bin rechter oder linker Aussenverteidiger. Spielt eigentlich keine Rolle, auf welcher Seite.» So stellt sich der 22-jährige am Anfang des Interviews gegenüber FM1Today vor. Lüchinger hat vor fünf Jahren bei der U18-Mannschaft des FC St.Gallen das erste Mal Profi-Luft geschnuppert. In der Folge lief er auch für die U21 auf, bevor er im Sommer 2014 an den FC Chiasso ausgeliehen und schliesslich im Sommer 2016 zum FC Sion wechselte. Jetzt, ein Jahr später, will ihn der FC St.Gallen wieder zurück. Die St.Galler treten dafür den in letzter Zeit kaum eingesetzten Martin Angha an die Walliser ab.

«Im Fussball gibt es immer Konkurrenz»

Er freue sich extrem auf die neue Aufgabe beim FC St.Gallen, sagt Lüchinger: «Ich bin richtig heiss darauf, Vollgas zu geben.» Angesprochen auf einen starken Philipp Koch, der aktuell die Position des rechten Aussenverteidigers hält, gibt sich Lüchinger kampflustig: «Philipp wird auch um seine Position kämpfen, genau wie ich.» Der Bessere solle spielen, ist Lüchingers Credo. Doch die Konkurrenz untereinander habe eigentlich ein gemeinsames Ziel: «Wir alle wollen mit dem FC St.Gallen Erfolg haben.»

Was ist in Sion passiert?

Der Trainerwechsel in Sion habe mit seiner Entscheidung gar nichts zu tun gehabt, stellt Lüchinger klar. «Es waren eher andere Leute, die mir nahe gelegt haben, den Verein zu verlassen.» Auf Nachfrage bleibt Lüchinger aber vage. Er will nicht erzählen, warum er den FC Sion verlassen hat: «Ich denke, dass ist jetzt Vergangenheit. Der FC Sion ist passé.» Streit habe es jedenfalls nicht gegeben: «Wir haben uns gegenseitig die Hand geschüttelt. Es lief alles ganz friedlich ab.»

«Bin froh, wieder bei St.Gallen gelandet zu sein»

Lüchinger hätte vor ziemlich genau einem Jahr bereits die Möglichkeit gehabt, wieder für die Espen zu kicken. Er entschied sich für Sion. «Mir wurde nahegelegt, erst noch ein bisschen bei Sion zu spielen.» Jetzt sei er wieder in St.Gallen gelandet, darüber sei er sehr froh. Die Rückkehr zum FC St.Gallen sei ihm alles andere als schwer gefallen, sagt der Rheintaler. «Ich komme von hier und war dementsprechend am ersten Tag beim FCSG überhaupt nicht nervös.» Das dürfte auch an seiner Familie liegen. Genauer gesagt an seinem Bruder: «Er steht während den Spielen immer im Espenblock.» Es sei auch deshalb etwas ganz spezielles, wieder im Kybunpark aufzulaufen.

Das Rheintal, die grosse Liebe von Lüchinger

«Ich liebe das Rheintal», schwärmt Lüchinger. «Wir haben hier einen wunderschönen Standort», führt der 22-Jährige aus. Einerseits sei das Rheintal wunderschön, andererseits liege der Bodensee nah, man sei schnell in Deutschland und Österreich und auch die Berge seien nur eine kurze Autofahrt entfernt. «Ab und zu gehe ich wandern. Ich war letztens im Aescher, es war wunderschön.» Wenn er nicht in den Bergen ist, geht der 22-Jährige gern ins Kino oder geniesst seine Zeit am See mit Freunden. Ob das Rheintal momentan die einzige Liebe von Lüchinger ist? Er bejaht und lacht: «Ich habe keine Freundin. Ich muss mich doch auf den Fussball konzentrieren!»

(saz)


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