Kreisgericht verurteilt pädophile Mutter zu 22 Monaten Haft

Eine 47-jährige Frau soll ihren minderjährigen Sohn mehrere Jahre missbraucht haben.
Eine 47-jährige Frau soll ihren minderjährigen Sohn mehrere Jahre missbraucht haben. © KEYSTONE/Symbolbild
Eine 47-jährige Frau hat ihren heute 13-jährigen Sohn über Jahre sexuell missbraucht. Das Kreisgericht St.Gallen hat sie zu 22 Monaten Haft verurteilt. Die Strafe wird aufgeschoben zugunsten einer psychotherapeutischen Behandlung.

Der Sohn der Verurteilten ist heute 13 Jahre alt. Doch schon vor fünf Jahren musste er Unsägliches durchmachen. Seine Mutter hegte bereits damals pädophile Fantasien. “Blick” verweist auf die Anklageschrift: So hat die Deutsche in einer E-Mail geschrieben, sie wünsche sich ein Kind von ihrem Sohn. “Nach dem Tod meiner Mutter wird niemand mehr da sein, der uns stoppt”, plante sie den sexuellen Missbrauch.

Sohn musste seiner Mutter Vibrator einführen

Mehrmals musste der heute 13-Jährige seine Mutter in der gemeinsamen Wohnung in St.Gallen bei der Selbstbefriedigung beobachten. Manchmal ging es auch weiter, und im Alter von 10 Jahren musste der Junge seiner Mutter einen Vibrator einführen. Zusätzlich machte die 47-jährige Laborantin Aufnahmen vom sexuellen Missbrauch – und schickte sie einer weiteren Person. Die Täterin hat auf einigen Fotografien gar den Penis des eigenen Sohnes im Mund.

“Ich bin total besessen von ihm”

Wie kommt eine Mutter dazu, den eigenen Sohn derart zu missbrauchen? “Ich versagte mein Leben lang im Kampf mit meiner Sexualität und meiner inneren Hure”, zitiert “20 Minuten” die Beschuldigte. Sie sei nicht sicher gewesen, ob sie das Richtige tue. “Dann wiederum muss ich ihn auf liberalere Weise erziehen, als ich von meinen Eltern erzogen wurde”, soll sie einer anderen Frau geschrieben haben.

Gemäss “Blick” steigerte sich die 47-Jährige durch das schriftliche Festhalten ihrer Gedanken immer weiter in ihre sexuellen Fantasien. “Ich bin total besessen von ihm”, habe sie irgendwann zugegeben. Zudem hegte sie den Wunsch, mit ihrem Kind irgendwo zusammenzuleben.

10’000 Franken Genugtuung für 13-Jährigen

Nach mehreren Jahren des Leids bekommt der heute 13-Jährige laut “St.Galler Tagblatt” eine Genugtuung von 10’000 Franken. Seine Mutter ist zu 22 Monaten Haft verurteilt worden. Der Vollzug wird aufgeschoben zugunsten einer psychotherapeutischen Behandlung bei einer Probezeit von drei Jahren.

(red)


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