«Ich würde in die Schweiz ziehen»

Am 9. Juni ist Andreas Gabalier zum zweiten Mal im Kybunpark in St.Gallen zu sehen.
Am 9. Juni ist Andreas Gabalier zum zweiten Mal im Kybunpark in St.Gallen zu sehen. © FM1Today/Gerry Reinhardt
Er könnte sich vorstellen, in der Schweiz zu leben, trägt gerne mal eine zweite Unterhose und präsentiert sein neues Album als erstes dem Kybunpark: Andreas Gabalier plaudert bei seinem Besuch aus dem Nähkästchen.

Knapp zwei Monate vor seinem zweiten Konzert in St.Gallen wollen wir von Andreas Gabalier vor allem eines wissen: Wie ist ihm der Stromausfall vom letzten Juni in Erinnerung geblieben? «Das Teufelszeug passiert immer wieder – ich brülle wohl einfach zu laut ins Mikrofon. Entweder wird es rundherum finster oder im Stadion», sagt der selbsternannte Volks-Rock’n’Roller mit einem Augenzwinkern. Es bleibe jeweils nichts, als optimistisch zu sein, und zu hoffen, dass die Technik bald wieder funktioniert. «Die Welt geht nicht unter.»

Das St.Galler Publikum war letztes Jahr trotz Stromausfall nicht zu stoppen – und sang «Hulapalu» a cappella:

Gabalier mag Schweizer Verschlafenheit

Der 33-Jährige lobt die vielen feschen Madln in Dirndl und die festwütigen Konzertbesucher in St.Gallen. Wenn er an die Schweiz denkt, fallen ihm noch mehr Dinge ein, die besser sind als in Österreich: «Es gibt noch besseren Käse, noch schönere und steilere Gipfel, noch länger Schnee im Winter, und eine positive Verschlafenheit.» Müsste er seine Heimat in der Steiermark verlassen, so Gabalier, würde er wohl wegen der guten Lebensqualität in die Schweiz ziehen.

Die ganze Lobeshymne an die Schweiz gibt’s im Video-Interview:

Am 9. Juni packt Gabalier erneut seine Lederhose ein, um im Kybunpark zu performen. Eine Glückslederhose hat der Frauenschwarm übrigens nicht: «Ich wechsle ab und entsorge sie regelmässig. Schiesslich mache ich bei den Konzerten darin Sport und laufe während drei Stunden praktisch einen Marathon.»

Und was trägt der Österreicher darunter? «Meist eine Unterhose, manchmal auch zwei», sagt er schmunzelnd. Aber nicht etwa aus Keuschheit: «Ich schwitze lieber in die Unterhosen als ins Leder», erklärt der Musiker den Lagenlook.

«Freue mich riesig!»

In einem Monat bringt der Volks-Rock’n’Roller nach drei Jahren ein neues Album raus. Den St.Gallern kommt die Ehre zuteil, «Vergiss mein nicht» als erstes Publikum überhaupt live zu hören. Gabalier: «Ich freue mich riesig auf euch!» Für alle, die nur «Hulapalu» und «I sing a Liad für di» kennen, baut der Sänger aber auch seine altbekannten Hits in sein Konzert ein.

«Mir geht’s gut, ich bin voll im Saft», sagt Andreas Gabalier. Seine Stimmung spiegle sich in «Vergiss mein nicht» wieder: Das neue Album sei progressiv, urchig, fröhlich und lustig.

Bei Schlorzifladen kommt Andreas Gabalier Kuhschiss in den Sinn. Ob er beim Erraten anderer Ostschweizer Begriffe mehr Glück hat?

Tickets für Gabaliers Konzert am 9. Juni im Kybunpark kannst du hier kaufen. Das neue Album kann per sofort überall vorbestellt werden, es erscheint am 1. Juni. Die erste Single daraus, «Verdammt lang her», erscheint heute Freitag.

(enf/gre/lag)


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