Illegales Puff ausgehoben

Die Polizei hat im Fürstentum Liechtenstein eine Razzia in einem illegalen Puff durchgeführt. Aufgeflogen ist das Etablissement wegen des angestiegenen Verkehrs im Quartier.

In Nendeln im Fürstentum Liechtenstein hat die Polizei am Donnerstagabend ein illegales Puff ausgehoben. Den Anwohnern sind die vielen auswärtigen Autos im Quartier aufgefallen und sie haben bei den Behörden Alarm geschlagen.

Im Haus hat die Polizei zwei thailändische Frauen angetroffen, die sich ohne gültige Papiere im Land aufgehalten hatten und vermutlich unter Zwang Sex anboten.

«Im Verfahren muss jetzt abgeklärt werden, wie die beiden Angetroffenen und eventuell andere Sexarbeitende angeworben wurden, wie sie nach Liechtenstein gekommen sind und unter welchen Bedingungen sie ihre Dienste angeboten haben», sagt Robert Wallner, Leitender Staatsanwalt des Fürstentums. Noch unklar ist auch die Rolle des Vermieters, ein bekannter ehemaliger Politiker.

Laut Wallner wurde gegen die beiden Thailänderinnen noch kein Verfahren eingeleitet: «Sie werden in erster Linie als Opfer angesehen.»

Prostitution ist im Fürstentum Liechtenstein nicht verboten, Zuhälterei jedoch schon.

(red.)


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