Zanetti (SP) muss im Kanton Solothurn in den zweiten Wahlgang

Menschen geniessen die Sonne an der Aare in Solothurn (Archiv)
Menschen geniessen die Sonne an der Aare in Solothurn (Archiv) © /KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Bei den Solothurner Ständeratswahlen kommt es überraschenderweise zu einem zweiten Wahlgang. Einzig Pirmin Bischof (CVP) schaffte die Wahlhürde im ersten Anlauf. Roberto Zanetti (SP), der andere Bisherige, muss in die zweite Runde.

Pirmin Bischof erhielt 50’674 Stimmen und schaffte das absolute Mehr von 44’007 Stimmen locker. Dagegen war der Wahlnachmittag für Robert Zanetti, den anderen bisherigen Solothurner Ständerat, eine richtige Zitterpartie.

Nach den ersten Teilresultaten lag Zanetti noch klar unter dem absoluten Mehr. Als dann aber die SP-Hochburgen Solothurn, Grenchen und Olten ausgezählt wurden, kam er dem absoluten Mehr näher. Am Schluss fehlten aber rund 1800 Stimmen. Zanetti kam auf 42’421 Stimmen.

Keine Chance gegen die beiden Bisherigen hatten die Herausforderer Walter Wobmann (SVP) und Marianne Meister (FDP), auch wenn beide respektable Stimmenzahlen sammeln konnten. Wobmann erhielt 29’666 Stimmen, Meister 25’563 Stimmen.

Für den 56-jährigen Pirmin Bischof ist es die zweite volle Amtsperiode in der kleinen Kammer und die dritte Legislatur in Bern überhaupt, nachdem er zwischen 2007 und 2011 schon im Nationalrat sass.

Der 60-jährige Roberto Zanetti vertritt den Kanton Solothurn seit 2010 im Ständerat. Er war als Nachfolger für den verstorbenen Ernst Leuenberger in die kleine Kammer gewählt worden.

Die SVP dürfte im zweiten Wahlgang noch einmal antreten. Ob dies auch die FDP tut oder ob sich das bürgerliche Lager voll auf Wobmann konzentriert, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Der zweite Wahlgang findet am 15. November statt.

(SDA)


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