Im Palexpo Genf erwachen Dinosaurier zum Leben

Im Palexpo Genf erwachen Dinosaurier zum Leben
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Jurassic Park in Halle 7 des Palexpo in Genf: Dort treiben ab Samstag 60 lebensgrosse, bewegte, knurrende Dinosaurier in ihrer «natürlichen» Umgebung ihr Unwesen. Die Schau «Die Zeit der Dinosaurier» dauert bis zum 8. Januar.

Seltsame Geräusche bereiten Besucher schon am Eingang zur Halle auf das unwirkliche Erlebnis vor, schon bald steht man Auge in Auge mit den beeindruckenden Wesen.

Die aus Latex gefertigten Animatronics werden mechanisch gesteuert. 15 Sattelschlepper transportierten das Material nach Genf, der Aufbau nahm einen Monat in Anspruch, wie Vincent Sager, Direktor des Veranstalters Opus One am Mittwoch vor den Medien erklärte.

Die Exponate repräsentieren 35 Spezies, darunter Triceratops, Brachiosaurier und den berühmte Tyrannosaurus Rex. Die Kulissen sind dem damaligen Lebensraum der Tiere nachempfunden, eine ausgeklügelte Lichtregie verstärkt den realistischen Eindruck zusätzlich.

Auf Schautafeln und per Audioguide gibt es Erläuterungen zu den einzelnen Exponaten, ihre Grösse, die Zeit, in der sie lebten und selbst ihren Speiseplan. Am Ende der Ausstellung zeigt ein computergenerierter Kurzfilm die Rekonstruktion prähistorischer Tiere. Danach können Kinder Dinosaurier fernsteuern und auf ihnen reiten oder ein Selfie mit einem Dino-Baby machen.

Zufällig ist vor einer Woche im Naturhistorischen Museum Genf ebenfalls eine grosse Dinosaurier-Ausstellung eröffnet worden. Die beiden Schauen konkurrenzieren sich aber nicht, sondern ergänzen sich, meinen Sager von Opus One und Museumsdirektor Jacques Ayer übereinstimmend.

«Wir betreiben ‘Edutainment’ mit spektakulären Reproduktionen», betont Sager. Das Naturhistorische Museum widmet sich dagegen mehr der Arbeit der Paläontologen. So wird beispielsweise ein erstaunlich komplettes, 27 Meter langes Langhalssaurier-Skelett gezeigt, das ein Grabungsteam des Sauriermuseums Aathal (ZH) unter Hans-Jakob Siber in Wyoming geborgen hat.

An der Ausstellung im Palexpo beteiligt sich auch das Jurassica Museum von Pruntrut. Es stellt Dutzende von Fussabdrücken zur Verfügung, die zwischen Pruntrut und Boncourt entdeckt wurden. Sie entstanden, als sich vor fast 150 Millionen Jahren grosse pflanzenfressende Vier- und fleischfressende Zweibeiner vom Jura Richtung Genf aufmachten.

www.dino-expo.ch

(SDA)


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