Mit Schlumpfkostüm in den Schlamm

Heute gibt es einen Ort, da dürfen auch Erwachsene so richtig schön “dreckeln”. Nämlich beim Survival Run in Thun. Sich im Dreck suhlen ist aber nur halb so lustig, wenn man nicht sauglatt verkleidet ist.

Da rennt Asterix mit letzter Kraft den Hügel hinauf. Schlumpfine wälzt sich durch den Schlamm und die Ninja Turtles robben Richtung Ziel. Wenn nicht alle Teilnehmer so dreckig wären, könnte man den Survival Run glatt mit der Fasnacht verwechseln. Aber heute geht es nicht um Flying Hirsch und “Scholololooo”, sondern um Ruhm, Ehre und Durchhaltewillen.

Pure Schikane

Der Parkour ist nichts für Milchbubis…und -meitlis. Auf 18 Kilometern wird geklettert, gerobbt, gewatet, getaucht und natürlich gerannt. Die Unterhosen füllen sich langsam mit Schlamm und die müden Beine werden durch den Dreck, der an ihnen klebt, noch schwerer. Man sieht verbissene Gesichter, während die Zuschauer an der Seite die torkelnden, kraftlosen Gestalten anfeuern.

Sieger erhält Wildsau

Der Mann und die Frau, die diese Tortur am schnellsten hinter sich bringen, erhalten je einen ausgestopften Wildsaukopf. Den kann man sich dann an die Wand hängen, um immer daran erinnert zu werden, wie hart man ist. Den meisten geht es aber nicht im Geringsten ums Gewinnen, sondern darum, dabei zu sein. Und so werden sich auch heute wieder tausende Verrückte in Hasen- und Heldenkostümen in die Schlammfluten werfen.

(dac)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen