Immer mehr fahren betrunken Auto

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Symbolbild © KEYSTONE/Jean-Christophe Bott
Alkohol ist für viele kein Hindernis, sich hinter das Steuer zu setzen. Wie eine Analyse in der Ostschweiz zeigt, haben die Fälle von alkoholisierten Autolenkern in diesem Jahr um rund 25 Prozent zugenommen.

Eine Frau fährt in Weinfelden betrunken in eine Tafel vor einem Restaurant. Sie hat fast 2 Promille Alkohol im Blut. Verletzt wird niemand, der Sachschaden beträgt mehrere tausend Franken. Dies ist nur eine von vielen Meldungen, die die Kantonspolizei Thurgau dieses Wochenende verschickte. Im Kanton St. Gallen gab es 15 Personen, welche dieses Halloweenwochenende betrunken oder unter Drogen Auto fuhren.

Die Kapo St. Gallen bestätigt: “Die letzten beiden Wochenenden haben wir 35 Personen unter Drogen oder Alkohol erwischt.” Einige von ihnen seien gar ohne Führerausweis unterwegs gewesen.

Alkohol ist keine Abschreckung

Obwohl den Autofahrern eine Busse droht und in den meisten Fällen der Führerschein entzogen wird, schreckt es die Leute vermehrt nicht mehr ab, trotz Alkohol zu fahren. “Wir stellen in diesem Jahr einen deutlichen Anstieg fest”, so Hanspeter Krüsi von der Kapo St. Gallen. So seien seit Anfang Jahr schon 25% mehr Personen unter Drogen oder Alkohol angehalten worden. “Wir können über den Grund nur spekulieren”, so Krüsi weiter, “vermutlich nehmen es die Personen zu wenig ernst.” Viele würden vielleicht denken, jetzt ist es so oft gut gegangen.

Gleich viele Kontrollen

“Wir möchten die Bevölkerung aber darauf aufmerksam machen, dass vor allem jetzt in der Festzeit, sie nur nüchtern Autofahren sollen”, bei Fahren mit Alkohol im Blut drohen hohe Geldstrafen. Dies führt automatisch zu einem Eintrag im Schweizerischen Strafregister und dies kann vor allem bei der Suche nach einem Job problematisch werden. Fast immer führt dies auch zum Entzug des Führerscheins.

Die höhere Zahl an betrunkenen Autofahrern ist auch nicht auf eine höhere Anzahl an Kontrollen zurück zu führen. Wie Krüsi sagt, hätten sie keine Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Die alkoholisierten Autofahrer seien bei normalen Patrouille-Diensten aufgefallen.

(red)


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