In Graubünden bebte die Erde

Das Erdbeben in Graubünden war deutlich spürbar (Symbolbild).
Das Erdbeben in Graubünden war deutlich spürbar (Symbolbild). © KEYSTONE/AP Photo/Irwin Fedriansyah
Im San-Bernardino-Gebiet gab es am Freitagmorgen ein leichtes Erdbeben. Das Epizentrum lag gemäss Angaben des Schweizerischen Erdbebendienstes im Averstal, 22 Kilometer südlich von Thusis. Die Stärke betrug 3,9 auf der Richterskala.

Schäden seien bei einem Erdbeben dieser Stärke nicht zu erwarten, teilte der Erdbebendienst der ETH mit. Trotzdem ist das Erdbeben im ganzen Kanton Graubünden gespürt worden. «Min Tisch hätt liacht gwacklet, hat scho denkt as Bei sig kaputt», schreibt eine Userin in der Facebook-Gruppe «Du bisch vu Chur, wenn…». «I has au gmerkt ufm sofa und han denkt miar isch trümmlig», schreibt eine weitere Userin zum Beben um 9.27 Uhr. Gesamthaft seien die Erschütterungen in einem Umkreis von 100 Kilometern wahrzunehmen gewesen.

Immer wieder Beben in Graubünden

Das letzte Erdbeben dieser Stärke ereignete sich vor rund neun Jahren bei Paspels. Graubünden gilt für Erdbeben, neben dem Wallis und dem Grossraum Basel, als die Region mit der höchsten Gefährdung. Das stärkste bekannte Beben in Graubünden hat es im Jahre 1295 gegeben mit einer Magnitude von 6,2.

Mehrere stärkere Beben in den letzten Tagen

Die Erde bebt in der Schweiz nahezu jeden Tag. Die Stärken betragen in der Regel aber weniger als 2 auf der Richterskala. Selten sind Magnituden über 4. Durchschnittlich ereignen sich jedes Jahr etwa zehn bis 15 Beben, die von der Bevölkerung etwas spürt. «In den vergangenen Tagen haben sich drei Beben mit Magnituden von 3 oder mehr ereignet (in Vallorcine und Göschenen). Obwohl eine solche Häufung nicht alltäglich ist, liegt die beobachte seismische Aktivität im Jahr 2016 bisher im Normalbereich», schreibt der Erdbebendienst. Die gesamte seismische Aktivität im 2016 lag bisher unter dem Durchschnitt der letzten Jahrzehnte.

(red)


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