Videowürfel verhindert Spiel in Lausanne

Die Spieler laufen sich ein, obwohl der Videowürfel nur knapp über dem Eisfeld hängt
Die Spieler laufen sich ein, obwohl der Videowürfel nur knapp über dem Eisfeld hängt © Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Die Eishockeypartie Lausanne – Genève-Servette ist abgesagt. Der Videowürfel in der Patinoire de Malley hängt bloss noch gut einen Meter über dem Eisfeld. Die Partie wird neu angesetzt.

Wegen technischen Problemen wurde der Videowürfel in der Patinoire de Malley anderthalb Stunden vor dem Spielbeginn runtergelassen. Als der Würfel unten war, fiel die Technik komplett aus. Alle Versuche, den Computer wieder in Gang zu bringen oder den Videowürfel manuell wieder hochzuziehen, scheiterten schon im Ansatz.

Der Lausanner Würfel wurde von einer slowakischen Firma installiert; der Kunden-Service benötigt womöglich Tage, um das Problem zu lösen. Das nächste Heimspiel von Lausannes NLA-Equipe ist auf nächsten Mittwoch angesetzt: Im Achtelfinal des Schweizer Cups trifft Lausanne auf Fribourg-Gottéron.

Die Partie Lausanne – Servette wird wiederholt und vom Verband neu angesetzt. Ligaleiter Willi Vögtlin geht davon aus, dass das Heimteam wegen “höherer Gewalt” nicht mit einer Forfaitniederlage rechnen muss.

Eine Spielabsage, respektive einen Spielabbruch mit beiden Teams auf dem Eis (Lausanne und Servette hatten sich auf dem Eis aufgewärmt) gab es zuletzt am 9. Oktober 2009, als ein Petardenwurf den Abbruch der Partie Zug – ZSC Lions erzwang. In diesem Fall gab es zuerst einen Forfaitentscheid gegen die ZSC Lions, weil ein Zürcher Fan die Petarde abgefeuert hatte. Später hob das Verbandssportgericht den Forfaitentscheid wieder auf.

Ausserdem gab es in den letzten zehn Jahren Spielabsagen am Spieltag wegen Grippe-Epidemien (zuletzt Bern – Servette am 5. Dezember 2010) oder wegen enormer Schneefälle (Ambri – Fribourg und Lugano – Zug am 27. Januar 2006).

(SI)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen