Zukunft von Freihandelsverhandlungen zwischen EU und Indien unklar

Indiens Ministerpräsident Modi wird von EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüsst (von links nach rechts).
Indiens Ministerpräsident Modi wird von EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüsst (von links nach rechts). © KEYSTONE/EPA/OLIVIER HOSLET
Die Zukunft der Freihandelsverhandlungen zwischen der EU und Indien bleibt auch nach dem jüngsten EU-Indien-Gipfel ungewiss. In der Abschlusserklärung zum Spitzentreffen in Brüssel wurde lediglich in allgemeiner Form auf Diskussionen zum Thema verwiesen.

Eine ursprüngliche geplante Medienkonferenz mit dem indischen Ministerpräsident Narendra Modi sowie mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk fand nicht statt.

Das 1,25-Milliarden-Einwohner-Land Indien hatte eine Entscheidung über die Wiederbelebung der Freihandelsverhandlungen zuletzt im vergangenen Jahr vertagt, nachdem die EU als Reaktion auf gefälschte Studien rund 700 Zulassungen für Arzneimittel widerrufen hatte.

Als Knackpunkte der Verhandlungen galten bis dahin unter anderem die hohen indischen Einfuhrzölle für Autos. Die Gespräche hatten 2007 begonnen, seit 2013 sind sie aber de facto unterbrochen.

Konkrete Vereinbarungen für einen engere Zusammenarbeit wurden beim EU-Indien-Gipfel in Bereichen wie Verkehr, Klimaschutz und Wasserwirtschaft getroffen. Die EU sicherte Indien dabei unter anderem einen 450-Millionen-Euro-Kredit für den Bau einer U-Bahn in der Stadt Lucknow zu.

Die 23 Kilometer lange Strecke soll dafür sorgen, dass künftig deutlich mehr der drei Millionen Einwohner öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Bislang gibt es in der nordindischen Stadt gar keine U-Bahnen. Zudem wurde eine stärkere Kooperation im Anti-Terror-Kampf vereinbart.

(SDA)


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