Indiens Schmuckhändler streiken

Eine Verkäuferin in Indien hilft einer Kundin, eine goldene Halskette anzuprobieren. Derzeit haben Juweliere ihre Läden geschlossen, weil sie mit einem Streik gegen eine geplante Steuer auf Schmuckverkäufe protestieren wollen. (Archiv)
Eine Verkäuferin in Indien hilft einer Kundin, eine goldene Halskette anzuprobieren. Derzeit haben Juweliere ihre Läden geschlossen, weil sie mit einem Streik gegen eine geplante Steuer auf Schmuckverkäufe protestieren wollen. (Archiv) © KEYSTONE/EPA/MANJUNATH KIRAN
Schmuckhändler in ganz Indien sind am Mittwoch aus Protest gegen eine geplante Extrasteuer in einen dreitägigen Streik getreten. “Uns bleibt keine andere Wahl”, erklärte der Indische Handelsverband für Schmuck und Edelsteine.

Auch Hersteller und Grosshändler machen bei dem Streik mit. Finanzminister Arun Jaitley hatte am Montag angekündigt, auf Umsätze mit bestimmten Schmuckstücken solle künftig eine Steuer von einem Prozent erhoben werden. Der Minister stellte seine Planung für das nächste Haushaltsjahr vor.

Es ist bereits der dritte Anlauf, eine Steuer auf die Geschäfte der Juweliere im goldverliebten Indien einzuführen. 2012 scheiterte die Vorgängerregierung, nachdem die Händler ebenfalls drei Tage ihre Läden geschlossen hatten. Auch 2005 war der Plan einer Extrasteuer für Juweliere schnell wieder in der Schublade verschwunden.

Die Händler argumentieren, die nun erneut geplante Steuer verteure den Kauf bestimmter Schmuckstücke für Konsumenten – und das in einer Zeit, in der die Nachfrage sowieso relativ schwach sei. Indien ist neben China das Land mit der höchsten Goldnachfrage. Gold und Edelsteine und Schmuckstücke sind beliebte Geschenke bei Hochzeiten und anderen Feiern.

(SDA)


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