Israel lässt über 200 Asylsuchende frei

Asylsuchende protestierten im Februar vor dem Saharonim-Gefängnis: Nun hat ein Gericht angeordnet, dass die dort inhaftierten Flüchtlinge freigelassen werden sollen.
Asylsuchende protestierten im Februar vor dem Saharonim-Gefängnis: Nun hat ein Gericht angeordnet, dass die dort inhaftierten Flüchtlinge freigelassen werden sollen. © Keystone/AP/Tsafrir Abayov
Israel lässt mehr als 200 afrikanische Asylsuchende aus einem Internierungslager frei. Das Innenministerium bestätigte am Sonntag, die Flüchtlinge aus Eritrea und dem Sudan sollten im Laufe des Tages aus dem Saharonim-Gefängnis in der Negev-Wüste entlassen werden.

Das Höchste Gericht hatte die Freilassung angeordnet, nachdem ein Termin für einen Abschiebeplan verstrichen war. Der Staat informierte das Gericht nach Medienberichten, Verhandlungen mit einem Drittland – mutmasslich handelt es sich um Uganda – über eine Aufnahme der Flüchtlinge seien noch im Gange.

Die afrikanischen Flüchtlinge waren interniert worden, weil sie eine freiwillige Abschiebung in ein Drittland verweigert hatten. Israel will die insgesamt rund 40’000 afrikanischen Flüchtlinge abschieben. Israel stuft die Menschen als illegale Einwanderer ein, Asylanträge werden nur im Ausnahmefall gebilligt.

(SDA)


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