Italienische Klubs im Visier der Steuerfahnder

Das Juventus Stadium am letzten Sonntag: Die Turiner wurden 2006 im Zug des Manipulationsskandals zwangsrelegiert
Das Juventus Stadium am letzten Sonntag: Die Turiner wurden 2006 im Zug des Manipulationsskandals zwangsrelegiert © KEYSTONE/EPA ANSA/ANDREA DI MARCO
Die italienische Justiz ermittelt gegen Vereine aus den höchsten beiden Ligen wegen Steuervergehen, darunter gemäss Justizkreisen gegen die AC Milan, Lazio Rom und Napoli.

35 der 42 Klubs aus den obersten beiden Ligen sind ins Visier der Fahnder geraten, weil sie Geld am Fiskus vorbeigeschleust haben sollen, wie die Staatsanwaltschaft in Neapel mitteilte. Ihnen werde vorgeworfen, sich an einem umfangreichen System zur Steuerhinterziehung beteiligt zu haben. Von 58 Personen aus dem Profifussball seien Vermögen von insgesamt mehr als zwölf Millionen Euro beschlagnahmt worden.

Die AC Milan und Napoli wollten sich nicht zu den Vorwürfen äussern. Ein Sprecher von Lazio Rom sagte, er wissen nichts von Ermittlungen. In den vergangenen Jahren gab es wiederholt Skandale im italienischen Fussball. 2006 wurde Juventus Turin im Zug einer Affäre um Spielmanipulationen zwangsrelegiert.

(SDA)


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