Jamie Foxx unterstützt Quentin Tarantino in Polizei-Kontroverse

Nimmt kein Blatt vor den Mund: Jamie Foxx (aufgenommen vor einer Filmpremiere in London im April 2014).
Nimmt kein Blatt vor den Mund: Jamie Foxx (aufgenommen vor einer Filmpremiere in London im April 2014). © KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN
Oscar-Preisträger Jamie Foxx (“Ray”) hat Regisseur Quentin Tarantino nach dessen Äusserungen zur Polizeigewalt in den USA in Schutz genommen. “Erzähle weiter die Wahrheit und kümmere dich nicht um die Hasser”, sagte Foxx an einer Preisverleihung in Los Angeles.

Der Filmemacher (“Pulp Fiction”) steht in der Kritik, nachdem er sich vergangene Woche bei einer Demonstration gegen Polizeigewalt kritisch geäussert hatte. Er nannte Polizisten, die unschuldige Zivilisten erschiessen, “Mörder”. “Ich bin hier, um zu sagen, dass ich auf der Seite der Ermordeten stehe”, sagte Tarantino bei den Protesten in New York.

Polizeigewerkschaften riefen daraufhin zum Boykott des an Weihnachten erscheinenden Tarantino-Western “The Hateful Eight” auf. Der Vater des zweifachen Oscar-Preisträgers erklärte: “Ich liebe meinen Sohn und habe grossen Respekt vor ihm als Künstler. Aber er liegt verdammt falsch, wenn er Polizeibeamte Mörder nennt, vor allem in meiner Heimatstadt New York.”

In den zurückliegenden Monaten waren zahlreiche Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA bekanntgeworden. Zudem wird verstärkt über offenen und latenten Rassismus in dem Land debattiert.

(SDA)


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