Japanische Citizen kauft Genfer Uhrenmarke Frédérique Constant

Der Stand des japanischen Herstellers Citizen an der Uhrenmesse Baselworld. (Archiv)
Der Stand des japanischen Herstellers Citizen an der Uhrenmesse Baselworld. (Archiv) © KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Die Genfer Uhrenmarke Frédérique Constant wird von Citizen geschluckt. Der japanische Uhrenhersteller verfolgt eine Multi-Marken-Strategie und beabsichtigt, sein Portfolio mit Schweizer Marken auszuweiten. Ein Kaufpreis wurde in der Mitteilung vom Donnerstagabend nicht genannt.

Die Mitarbeiter und die Geschäftsleitung des Unternehmens mit Sitz in Plan-les-Ouates im Kanton Genf werden von Citizen übernommen. Der Standort bleibt also erhalten.

Die Gründer der seit 1988 bestehenden Uhrenmarke Frédérique Constant, Aletta und Peter Stas, wollen mit dem Verkauf für das Fortbestehen des Unternehmens nach ihrem Abtreten sorgen, wie es in der Mitteilung heisst. Die Partnerschaft mit den Japanern ist aus Sicht der Firmengründer eine Möglichkeit, die Entwicklung und die Vermarktung von erschwinglichen Luxusuhren auf Dauer zu sichern.

Ebenfalls in den Besitz von Citizen gelangen mit dem Deal die Marken Alpina und DeMonaco.

Es sind nicht die erste Übernahmen von Citizen in der Schweiz. 2012 erwarben die Japaner drei Unternehmen aus La Chaux-de-Fonds NE, darunter die Prothor Holding, die mechanische Uhrwerke herstellt, den Komponentenhersteller Prototec und die Uhrenmarke Arnold & Son.

“Wir haben die grosse Chance, die Umsätze von Frédérique Constant über unser Vertriebsnetz zu steigern, vor allem in Japan und den USA”, wird Citizen-Chef Toshio Tokura im Communiqué zitiert. Zudem ergäben sich durch Citizen Synergien, weil Technologien und Infrastruktur geteilt würden.

(SDA)


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