Japans Regierungschef opfert für umstrittenen Kriegsschrein

Der Yasukuni-Kriegsschrein in Tokio würdigt auch verurteilte Kriegsverbrecher: Opfergaben von japanischen Regierungsmitgliedern sorgen deshalb immer wieder für Missstimmung in China und Südkorea. (Archivbild)
Der Yasukuni-Kriegsschrein in Tokio würdigt auch verurteilte Kriegsverbrecher: Opfergaben von japanischen Regierungsmitgliedern sorgen deshalb immer wieder für Missstimmung in China und Südkorea. (Archivbild) © KEYSTONE/EPA/FRANCK ROBICHON
Japans rechtskonservativer Ministerpräsident Shinzo Abe hat dem umstrittenen Kriegsschrein Yasukuni in Tokio eine Opfergabe zukommen lassen. Von einem Pilgergang zum Schrein anlässlich des dortigen Frühjahrsfestes sah Abe am Donnerstag jedoch ab.

Grund sei, dass Abe im Vorfeld des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der sieben grossen Industrienationen (G7) Ende Mai in Japan die früheren Opferstaaten China und Südkorea wie auch Japans Sicherheitspartner USA nicht verärgern wollte, meldeten lokale Medien.

In dem Yasukuni-Schrein nahe des Kaiserpalastes in Tokio wird der Seelen von in Kriegen für das Kaiserreich Gestorbenen gedacht – darunter die von 14 hingerichteten Kriegsverbrechern.

Opfergaben und Pilgerbesuche hochrangiger Politiker in dem Shinto-Heiligtum lösen immer wieder Spannungen mit den Nachbarländern China und Südkorea aus, die Opfer der Aggressionen Japans im Zweiten Weltkrieg waren.

(SDA)


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