Jedes zweite Poulet mit Bakterien verseucht

Im Rahmen der Studie wurde Fleisch aus dem In- und Ausland untersucht.
Im Rahmen der Studie wurde Fleisch aus dem In- und Ausland untersucht. © Im Dorfzentrum von Kerzers werden Grillwaren und Poulet angeboten.(KEYSTONE/Christian Beutler)
Die neusten Zahlen des Bundes zeigen: Die Menge der Poulets mit antibiotika-resistenten Keimen ist sprunghaft angestiegen.

Fleisch aus Schweizer Zucht wurde im Auftrag des Bundes auf multiresistente Keime untersucht.  Bei 41 Prozent der Mastpoulets und bei 73 Prozent der Fleisproben fanden die Forscher gefährliche Darmbakterien vom Typ E.coli. Das Bakterium kann schwere Magen-Darm-Erkrankungen verursachen.

Resistente Keime nehmen zu

«Der langjährige Trend zeigt eine Zunahme der multiresistenten Keime bei Mastpoulets und Pouletfleisch», sagt Gudrun Overesch (53) von der Uni Bern gegenüber dem SonntagsBlick. Sie war bei der Untersuchung federführend und veröffentlichte die neuesten Zahlen vor zwei Wochen.

Strengere Regeln gefordert

Konsumentenschützerin Sara Stalder (48) fordert im SonntagsBlick strengere Regeln für die Abgabe von Antibiotika an die Tiermäster: «Tierärzte müssten sich bei der Abgabe von Antibiotika an eng gesetzte Regeln halten. Zudem müsste transparenter sein, wo in der Schweiz wie viele Antibiotika in der Mast eingesetzt werden.»

Fachleute raten, Küchenuntensilien und Hände nach dem Verarbeiten von Fleisch gründlich zu waschen und das Poulet gut durchzubraten. (red)


Newsletter abonnieren
1Kommentar
noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel