Jemen-Friedensgespräche in der Schweiz

Der  UNO-Sondergesandte Ismail Ould Scheich Ahmed (links) bei Konsultationen mit dem jemenitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi in Aden. (Archiv)
Der UNO-Sondergesandte Ismail Ould Scheich Ahmed (links) bei Konsultationen mit dem jemenitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi in Aden. (Archiv) © Keystone/AP/YEMENI PRESIDENCY
Ab dem 15. Dezember sollen in der Schweiz erneut Gespräche zur Beendigung des blutigen Konfliktes in Jemen stattfinden. Der Uno-Sondergesandte Ismail Ould Scheich Ahmed rief in Genf die Konfliktparteien auf, bis dann eine humanitäre Feuereinstellung einzuhalten.

Der Sondergesandte verurteilte den Autobombenanschlag auf den Gouverneur von Aden. Der Vorfall am Sonntag zeige die Gefahren, mit denen Jemen konfrontiert sei, wenn die Konfliktparteien nicht rasch an den Verhandlungstisch zurückkehrten, sagte er am Montag.

Im Konflikt stehen sich jemenitische Regierungstruppen, die von einer von Saudi-Arabien angeführten Allianz unterstützt werden, und schiitische Huthi-Rebellen gegenüber. Bereits im Sommer kamen die Konfliktparteien in Genf zu Friedensgesprächen zusammen. Diese scheiterten jedoch.

Die neue Runde dürfte ausserhalb von Genf stattfinden. Sie geht auf die Resolution 2216 des Uno-Sicherheitsrates zurück.

Unter den Themen sind eine langfristige Waffenruhe, vertrauensbildende Massnahmen und die Wiederaufnahme eines politischen Dialogs zwischen den Konfliktparteien. “Um zu einem Frieden zu gelangen, braucht es viel Mut und persönliche Opfer”, erklärte Ould Scheich Ahmed vor den Medien in Genf.

Die Huthi-Rebellen hatten vor neun Monaten zusammen mit Armeeeinheiten die jemenitische Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht, bevor sie weiter nach Süden vorrückten. Als sie sich der Hafenstadt Aden näherte, floh Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi nach Saudi-Arabien.

Eine von Saudi-Arabien geschmiedete und geführte Militärallianz bombardiert die Aufständischen, um Hadi wieder zur Macht zu verhelfen. Im September kehrte der Präsident nach Aden zurück. In dem Konflikt wurden nach Uno-Angaben bereits etwa 4500 Menschen getötet.

(SDA)


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