Jetzt ist endgültig Schluss

Usain Bolt applaudiert auf der Ehrenrunde dem Publikum
Usain Bolt applaudiert auf der Ehrenrunde dem Publikum © KEYSTONE/EPA/IAN LANGSDON
Letztes Rennen, letzte Ehrenrunde, letzte Pressekonferenz als aktiver Sportler: Jetzt ist endgültig Schluss für Usain Bolt.

Sportstar Usain Bolt hat sich mit einer letzten Ehrenrunde und einem emotionalen Schlusswort in den Ruhestand verabschiedet und ein Comeback als Leistungssportler definitiv ausgeschlossen. «Nein ich komme nicht zurück», sagte der Jamaikaner am späten Sonntagabend auf einer Pressekonferenz im Londoner Olympiastadion. Dort war die Leichtathletik-Legende zuvor noch ein letztes Mal von den 55’500 Zuschauern gefeiert worden.

«Ich bin glücklich»

«Mein Leben war für mehr als zehn Jahre die Leichtathletik», meinte er. «Ich liebe die Leichtathletik.» Er werde nun relaxen, «ich bin glücklich». Sein letztes Rennen, das am Samstagabend für den Schlussläufer der Sprintstaffel mit einer Verletzung dramatisch endete, «verändert nicht, was ich im Sport getan habe», sagte Bolt und gab zu: «Ich bin traurig zu gehen.» Er werde jetzt Party machen und nach seiner Rückkehr «ein paar Drinks nehmen».

Das Publikum feierte den 30 Jahre alten Jamaikaner lautstark. Der achtmalige Olympiasieger und elfmalige Weltmeister beendet seine unvergleichliche Karriere als Sprinter.

Grösster Sprinter der Geschichte

Bolt wirkte auf seiner letzten Runde sehr ernst und bedächtig, er winkte und klatschte immer wieder in das Publikum, machte ein Selfie mit einem Jungen. Auch seine weltberühmte Blitz-Bolt-Siegerpose sah man zum Schluss noch einmal. «Ich will immer mein Bestes geben und die Leute mit meiner Leistung unterhalten», meinte der Megastar.

Weltverbands-Präsident Sebastian Coe reichte Bolt die Hand, der Stadionsprecher nannte ihn den «grössten Sprinter der Geschichte». Dann stieg noch ein Feuerwerk in den Nachthimmel über London, untermalt mit dem Hit «Reggae Night». Auf der Anzeigetafel leuchteten die Zeiten seiner aktuellen Weltrekorde: 9,58 und 19,19 Sekunden.

Fünf Jahre nach seinen drei Olympiasiegen in London hatte der Weltrekordler noch einmal Bronze im 100-Meter-Rennen erobert. Am Vorabend war Bolt als Schlussläufer der jamaikanischen Sprintstaffel nach einem Oberschenkelkrampf gestrauchelt und musste aufgeben.

(SDA)


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