Johanna Konta siegt und macht Karolina Pliskova zur Nummer 1

Johanna Konta lässt die Briten träumen
Johanna Konta lässt die Briten träumen © KEYSTONE/EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA
Der britische Traum von der ersten einheimischen Wimbledon-Siegerin seit 1977 lebt weiter. Johanna Konta besiegt im Viertelfinal Simona Halep und verhilft Karolina Pliskova zur neuen Nummer 1.

In einem packenden Spiel unter dem geschlossenen Dach des Centre Courts in Wimbledon rang Johanna Konta in mehr als zweieinhalb Stunden die Rumänin Simona Halep 6:7 (2:7), 7:6 (7:5), 6:4 nieder und erreichte als erste Britin seit 1978 und Virginia Wade die Halbfinals. Wade, die letzte britische Wimbledon-Siegerin von 1977, verfolgte die Partie in der Royal Box.

Vor dem diesjährigen Turnier hatte Konta eine einzige Partie in Wimbledon gewonnen. Nun sorgt die 26-Jährige mit ungarischen Wurzeln, die in Sydney geboren ist, mit 14 Jahren nach Grossbritannien kam und 2012 eingebürgert wurde, seit Tagen für Schlagzeilen. Dank dem Halbfinal-Einzug wird sie am Montag erstmals in den Top 5 des Rankings erscheinen – als vierte Britin nach Wade (Rang 2), der heutige BBC-Moderatorin Sue Barker (3) und Jo Durie (5).

Am Donnerstag wartet auf Konta nun womöglich die grösstmögliche Herausforderung. Die 37-jährige Amerikanerin und fünffache Wimbledon-Siegerin stoppte in ihrem 100. Spiel in Wimbledon den Siegeszug der French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko aus Lettland und zog dank einem 6:3, 7:5 zum zehnten Mal in ihrer Karriere in die Runde der letzten vier ein.

Nutzniesserin des Erfolgs von Konta war auch Karolina Pliskova. Die 25-jährige Tschechin wird am Montag anstelle Haleps die Deutsche Angelique Kerber an der Spitze der Weltrangliste ablösen. Pliskova, die in Wimbledon bereits in der 2. Runde an Magdalena Rybarikova gescheitert war, wird als 23. Spielerin in die Geschichte des 1975 eingeführten Rankings die Spitzenposition übernehmen. Sie ist die zweite Nummer 1 aus Tschechien nach Martina Navratilova.

Im zweiten Wimbledon-Halbfinal kommt es zum Duell zwischen Garbiñe Muguruza (WTA 15) und der ungesetzten Magdalena Rybarikova (WTA 87). Die 23-jährige Spanierin Muguruza, die 2015 den Wimbledon-Final erreichte, schlug die Russin Swetlana Kusnezowa 6:3, 6:4. Rybarikova setzte gegen die Amerikanerin Coco Vandeweghe ihr Tennis-Märchen fort und erreichte als erste Slowakin die Halbfinals. Die 28-Jährige aus Bratislava war erst im Februar nach einer siebenmonatigen Verletzungspause auf die Tour zurückgekehrt.

(SDA)


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