Jubla friert beim Zelten im Schnee

Eine Gruppe von Jubla-Leitern zeltet aktuell in Feldkirch.
Eine Gruppe von Jubla-Leitern zeltet aktuell in Feldkirch. © zVg
Wer möchte zurzeit zelten gehen? Wahrscheinlich niemand. Doch genau das macht in dieser Woche eine Gruppe der Jungwacht Blauring in Feldkirch. Wir haben nachgefragt, wie sie die Nacht auf Donnerstag im Schneegestöber erlebt haben.

Es herrschen Minustemperaturen, der schwere Schnee drückt die Blachen in die Tiefe, die Metallstangen sind eingefroren. Und die Jubla zeltet. Sieht man sich die Bilder des aktuellen Ausbildungskurses an, beginnt man beinahe, selbst zu frieren. «Auch wir haben nicht mit so eisigen Temperaturen gerechnet», sagt Sabri, einer der Leiter des Kurses. In einer Nacht sei über zehn Zentimeter Schnee auf den Sarasani gefallen. Weil es einzustürzen drohte, standen die Teilnehmer morgens um sechs Uhr auf, um ihn abzubrechen. Daran scheinen sich die 32 angehenden Jubla-Leiter aber nicht zu stören. «Es ist einmal etwas Anderes», sagt die eine Teilnehmerin. «Einen Jubla-Kurs verbringt man im Zelt, sonst hat man nicht das richtige Feeling», fügt jemand anderes an.

Kuscheln hilft gegen die Kälte

Um die Nacht trotzdem gut zu überstehen, haben die Teilnehmer verschiedene Tricks auf Lager. Kevin aus Herisau nimmt die Kleider, die er am nächsten Tag anziehen möchte, gleich mit in den Schlafsack. Sina aus Diepoldsau hat eine andere Lösung gegen die Kälte: «Ich ziehe mir so wenig wie möglich an im Schlafsack». Magdalena aus derselben Schar nimmt sich jeweils eine Bettflasche mit in den Schlafsack: «Oder ich kuschle mit den anderen».

«Harte Nacht, aber ich habe überlebt»

Die Zeltgruppe von Dario aus Niederhelfenschwil-Zuckenriet hat sich etwas Spezielles ausgedacht. «Wir haben unsere Trinkflaschen mit heissem Wasser gefüllt, so haben wir alle noch eine Bettflasche mehr», sagt er. Trotz allem gibt aber auch er zu, dass es gegen Ende der Nacht ein wenig kalt wird. Das Aufstehen am nächsten Tag sei jeweils besonders schlimm. Am wenigsten an die Temperaturen gewohnt ist sich der Koch der diesjährigen Gruppe. Flam kommt aus Südafrika und ist als Gast dabei. «Ich habe vorher noch nie so viel Schnee gesehen», sagt er. «Die letzte Nacht war hart, aber ich habe überlebt», fügt er mit einem Lachen an. Er hat noch zwei Nächte Zeit, sich an die Temperaturen zu gewöhnen. Denn am Samstag geht es für die Teilnehmer zurück nach Hause.

(she)


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