Jürg Stahl wird Präsident von Swiss Olympic

Der starke Mann von Swiss Olympic: der neue Präsident Jürg Stahl
Der starke Mann von Swiss Olympic: der neue Präsident Jürg Stahl © KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Jürg Stahl wird an der 20. Versammlung des Sportparlaments in Ittigen BE zum neuen Präsidenten von Swiss Olympic gewählt. Der 48-jährige Winterthurer tritt die Nachfolge des ehemaligen Basler Regierungsrats Jörg Schild an.

Stahl setzte sich im ersten Wahlgang mit 240 Stimmen gegen Werner Augsburger (149 Stimmen) und Martin Landolt (55 Stimmen) durch.

Schild hat heuer das 70. Altersjahr erreicht und konnte deshalb nach elf Jahren im Amt aus Altersgründen nicht mehr zur Wiederwahl antreten.

Wenige Tage nach seiner Wahl zum Präsidenten von Swiss Olympic wird Stahl am Montag im Nationalratssaal auf politischem Parkett grösste Ehre zuteil werden. Seine Wahl zum Nationalratspräsidenten zu Beginn der Wintersession gilt nach zwei Jahren als Vizepräsident als so gut wie sicher. Beide Ämter unter einen Hut zu bringen, erachtet der SVP-Politiker als lösbare Herausforderung. Er, der seit 2004 der Parlamentarischen Gruppe Sport vorsteht, sieht darin «eine gute Möglichkeit, die Politik und den Sport noch besser zu vernetzen».

Den alt Bundesrat und Parteikollegen Adolf Ogi bezeichnet Stahl, der 1999 in den Nationalrat gewählt worden ist, als Wegweiser und Motivator. «Ogi hat gezeigt, dass Politik und Sport zusammengehen.» Über sich selbst sagt der neue Swiss-Olympic-Präsident: «Ich neige eher zur Sachlichkeit als zu Klamauk.» Verbiegen lassen habe er sich nie. Er sei resistent und ehrlich sich selbst gegenüber.

Vor acht Jahren wurde Stahl in den Exekutivrat von Swiss Olympic gewählt, nun wird er ab Januar dessen Präsident sein. 2004 hatte er seine eigene Drogerie in Winterthur aufgegeben, seither ist er beruflich als Direktionsmitglied beim grössten Westschweizer Krankenversicherer Groupe Mutuel tätig.

Stahl gehörte wie sein Nationalratskollege Landolt zu jenen Kandidaten, die von einer von Swiss Olympic eingesetzten Findungskommission im Sommer als «besonders geeignet» bezeichnet worden waren, um das Amt des Präsidenten des Exekutivrats auszuüben. Bereits die vierköpfige Kommission machte mit ihrer Empfehlung deutlich, dass sie die politische und wirtschaftliche Komponente stark gewichtet, nun folgte ihr mit der Wahl Stahls das Sportparlament.

(SDA)


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