Juhui Weihnachtsessen! So bist du vorbereitet

Von Lara Abderhalden
Am Weihnachtsessen gilt es einige Regeln einzuhalten.
Am Weihnachtsessen gilt es einige Regeln einzuhalten. © iStock
Alle Jahre wieder, kommt er. Der Abend des Weihnachtsessens. Der Abend, der manchmal alles verändert. Hauptsächlich das Bild, das man vom einen oder anderen Arbeitsgspändli hat. Unsere Redaktion hat heute die Ehre, jeglichen Respekt und jegliche Scham zu verlieren. Damit das nicht passiert und damit ihr für euer Essen perfekt gewappnet seid, hier ein Weihnachtsessen-Knigge.

Kommen

Das allerwichtigste ist das Kommen. Ohne Witz, erscheinen ist Pflicht! So zeigt man dem Chef, dass man auch bereit ist, einen Teil seiner Freizeit für das Geschäft zu opfern. Aber, eine wichtige Neben-Weisheit: Man sollte nie zu früh kommen im Leben.

Vorbereiten

Zum Weihnachtsessen gehört (meistens) Alkohol. Dabei ist es wichtig folgende Reihenfolge zu beachten: Zuerst ein Bier oder Weisswein zum Apéritif oder der Vorspeise, dann ein Rotwein zum Hauptgang, zum Schluss ein Schnäpschen für die Verdauung. Nicht mischen und nicht den Schnaps schon vor dem Essen trinken. Das ist gefährlich. Sehr gefährlich. Es sei denn man ist gut genug vorbereitet: Schaut in der Woche vor dem Weihnachtsessen darauf, dass ihr möglichst viel trainiert. Nutzt jeden Empfang und jede Einladung, um so richtig auf den Putz zu hauen. So haut es euch bei Weihnachtsessen nicht nach zwei Gläschen um.

Sprechen

Gibt es was schlimmeres, als wenn man gemeinsam am Tisch sitzt und alle schweigen sich an? Deshalb ist es wichtig ein gutes Gesprächsthema zu finden. Und nein, geschäftsinterne Intrigen sind kein gutes Thema. Überlegt euch neutrale Themen wie das Wetter, Kinder, Ferien, Ausbildung oder Sport. Eher ungeeignete Themen sind Geld, Karriere oder Politik. Versucht nicht, die Chefin oder den Chef lallend und schaukelnd von einer Lohnerhöhung zu überzeugen. Erstens erinnert ihr euch danach nicht mehr daran, zweitens wird es sie bestimmt nicht geben.

Anziehen

Ja, das ist ein schwieriges Thema. Weihnachtsessen sind oft keine hochoffiziellen Anlässe, aber auch keine Treffen alkoholabhängiger Penner. Kleidertechnisch gilt: Zieh an, worin du dich wohl fühlst, aber nicht zu wohl. Trainerhosen sind ein Tabu, genauso Schlabberhosen, Wollmützen oder Kleider die vor den Knien enden.

Trinken und Essen

Es ist von Vorteil, die Handhabung von Gabel und Messer zu verstehen. Ausserdem gehören die Füsse unter den Tisch, der Kopf nicht aufgestützt  und während des Essens auf Tinder wischen, könnt ihr wieder machen, wenn ihr Zuhause auf dem Sofa Chips in euch reinstopft.

Sollte man das Essen nicht ausstehen können, darf man es auch stehen lassen. Aber anschliessend bitte nicht irgendwo eine Pizza bestellen oder einen Döner im fünf Sterne Restaurant essen. Nicht zu viel «biige» aber auch nicht zu wenig – auf leerem Magen verträgt sich Alkohol schlecht. Apropos trinken: Wenn ihr beginnt zu lallen oder sich die Welt um euch herum dreht: Gönnt euch ein Wasser.

Tanzen

Darf ein Chef Party machen? Klar! Networking ist das A und O an einem Weihnachtsessen. Hierarchien werden hier einfach einmal über Bord geworfen. Alle befinden sich auf der selben Tischhöhe. Da darf ein Chef auch mal als erster das Tanzbein schwingen.

 

Offenbaren

Networken, ja, Kuschelrock, nein. Auch wenn an diesem Abend keine Hierarchien herrschen, kommen diese zurück. Spätestens am nächsten Arbeitstag. Es gilt deshalb: Man darf auch intimere Gespräche führen und sich besser kennen lernen. Aber es ist von Vorteil, nur Dinge zu sagen, welche das Arbeitsverhältnis nicht stören. Lästern geht gar nicht, vor allem bei der Chefetage. Kuscheln mit dem Chef? Nein. Nein. Nein. Lasst das bleiben.

Knutschen

Es gilt: «Don’t fuck the Staff.» Das bringt nur Probleme. Sollte sich doch eine Flirterei entwickeln, sucht euch ein stilles Plätzchen. Das muss ja niemand mitbekommen.

Trinkspiele

Nein. nein. nein. nein. nein. nein. nein. Das endet böse…

Ausreden

Endet es trotzdem böse, dann zieht weiter. So habt ihr immer die Ausrede, dass es quasi im Privaten geschah und nicht an der Feier selbst. Dasselbe gilt übrigens für das Ausziehen jeglicher Kleidungsstücke…

Arbeiten

Tut es nicht. Haltet euch den darauffolgenden Tag frei. Arbeiten mit einem Kater ist in etwa so lustig wie Barfuss über Scherben zu laufen. Es bringt nichts und du wirst dich verfluchen! Und sollte es keinen anderen Weg geben, vergisst Punkt eins. Kommt erst gar nicht, sondern lacht am nächsten Tag über die Augenringe eurer Gspändli. Schadenfreude ist fast so schön wie Vorfreude. Übrigens: Bei uns muss immer jemand arbeiten. Wer dieses Jahr in der Moderation die Frühschicht übernehmen muss, wurde per Los entschieden. Aber seht selbst (Schadenfreude inklusive):

(abl)


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