Julie Delpy: Das Wort “Rabenmutter” gibt es im Französischen nicht

Julie Delpy ist für eine schonungslose Kindererziehung: Die Schauspielerin sagt ihrem Sohn, dass er von zu viel Süssigkeiten Diabetes bekommen und den Fuss verlieren kann (Archiv).
Julie Delpy ist für eine schonungslose Kindererziehung: Die Schauspielerin sagt ihrem Sohn, dass er von zu viel Süssigkeiten Diabetes bekommen und den Fuss verlieren kann (Archiv). © /AP/Michael Sohn
Julie Delpy findet gut, dass Mütter in Frankreich früh nach der Geburt wieder arbeiten. Sie erklärt, worin sich die französische von anderen Kindererziehungen unterscheiden: “Zum Beispiel darin, dass es das Wort ‘Rabenmutter’ im Französischen so nicht gibt.”

Französinnen gingen oft nach wenigen Monaten wieder zur Arbeit und niemand kritisiere sie dafür, sagte die Schauspielerin der Zeitschrift “Freundin”. “Die Kinder sind in der Krippe und lernen früh, soziale Kontakte zu knüpfen. Toll.”

Die Französin hat einen Sohn mit dem deutschen Filmkomponisten Marc Streitenfeld. Bei der Erziehung legt Delpy Wert auf klare Ansagen: “Als er neulich zu viele Süssigkeiten in sich hineinschaufelte, erklärte ich ihm, dass er davon Diabetes bekommen kann. Eine Krankheit, bei der man sogar seinen Fuss verlieren kann”, sagte die 46-Jährige. “Das ist drastisch, aber es hat gewirkt. Kinder sollten wissen, wie die Welt wirklich ist.”

(SDA)


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