Junge Engländer träumen nach “Wunder von Berlin” von mehr

Zeigte sich beeindruckt von der Leistung seiner Mannschaft in Berlin: Englands Nationalcoach Roy Hodgson
Zeigte sich beeindruckt von der Leistung seiner Mannschaft in Berlin: Englands Nationalcoach Roy Hodgson © KEYSTONE/EPA DPA/SOEREN STACHE
Nach dem 3:2-Erfolg von England im Testspiel in Berlin schwärmt Coach Roy Hodgson von der Vorstellung seiner jungen Wilden. Auf deutscher Seite zeigt man sich hingegen enttäuscht.

“Es ist ärgerlich, klar, ich glaube, das ist vielleicht eine gute Lehrstunde für die Mannschaft gewesen”, gestand Deutschlands Nationalcoach Joachim Löw, nachdem sein Team in der letzten halben Stunde eine 2:0-Führung verspielt und die Partie somit aus der Hand gegeben hatte. Überdramatisieren wollte der Weltmeister-Trainer die Niederlage gut zwei Monate vor der EM-Endrunde in Frankreich aber nicht. “Wir werden das Spiel analysieren, aber auch damit können wir mal leben”, erklärte Löw relativ gelassen.

Für sein Gegenüber Roy Hodgson nimmt der Erfolg auf dem Rasen des Berliner Olympiastadions einen besonderen Platz in seiner 40-jährigen Laufbahn als Trainer ein. “Der beste Abend meiner Karriere für mich? Ja, warum eigentlich nicht”, sagte der frühere Schweizer Nationaltrainer und liess sich zu einer verheissungsvollen Prognose hinreissen: “Die besten Momente für uns kommen aber erst noch.”

Nach dem schmachvollen Vorrunden-Aus bei der WM 2014 in Brasilien hatte Hodgson noch für etwas mitleidiges Schmunzeln gesorgt, als er seinem jungen Team eine “leuchtende Zukunft” prophezeite. Doch inzwischen sprechen einige Indizien dafür, dass diese Engländer schon im Sommer in Frankreich für Furore sorgen könnten.

Am Dienstag trifft England im Wembley-Stadion auf die Niederlande und will nach den Erfolgen über Frankreich (2:0) und Deutschland den dritten Klassiker-Sieg nacheinander einfahren. Für Deutschland geht es nun darum, bis zum nächsten Testspiel am Dienstag in München gegen Italien den Fokus wieder zu finden. Für Löw ist die Mannschaft seines Trainerkollegen Antonio Conte “noch einmal ein anderes Kaliber”.

(SDA)


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