Junge Frau vor U-Bahn geschubst und getötet

Die U-Bahn-Haltestellte, wo das Unglück geschah.
Die U-Bahn-Haltestellte, wo das Unglück geschah. © KEYSTONE/EPA DPA/PAUL ZINKEN
Zahlreiche Berliner U-Bahn-Fahrgäste sind am späten Dienstagabend Zeugen einer grausigen Tat geworden. Aus noch ungeklärten Motiven schubste ein Mann eine junge Frau vor einen einfahrenden Zug – die 20-Jährige erlag noch am Tatort ihren Verletzungen.

Die Zeugen konnten der Frau nicht mehr helfen, aber den Angreifer bis zum Eintreffen der Polizei festhalten, wie die Polizei mitteilte.

Der Vorfall ereignete sich gegen 23.40 Uhr am U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz im Bezirk Charlottenburg. Beim Täter handle es sich um einen 28-Jährigen Hamburger ohne festen Wohnsitz, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Die Ermittlungen übernahm die 5. Mordkommission des Landeskriminalamtes.

Täter kannte Opfer nicht

Medienberichten zufolge soll der Mann das Opfer nicht gekannt haben. Die Polizei wollte zunächst keine Angaben zum Stand der Ermittlungen machen. Es werde aber untersucht, ob der Mann unter Einfluss von Alkohol und Drogen stand und ob er psychisch gesund sei. Er ist der Polizei laut “morgenpost.de” bereits bekannt. Zum Opfer machte die Polizei keine näheren Angaben.

Viele Zeugenaussagen

Dem Aufruf der Polizei, dass sich weitere Zeugen melden mögen, kamen im Laufe des Mittwochs zahlreiche Menschen nach. Die Ermittler wollten auch Überwachungsaufnahmen der Berliner Verkehrsbetriebe auswerten. Den Menschen, die den Vorfall mit ansehen mussten, wurde den Angaben zufolge psychologische Hilfe angeboten.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zeigten sich zutiefst betroffen. Solche Vorfälle seien “äusserst selten”, sagte eine Sprecherin der BVG der “morgenpost.de“.

(SDA)


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