Kachelmann ist heute vorsichtig bei der Begegnung mit Frauen

Jörg Kachelmann registriert Kameras noch heute mit Unbehagen - eine Folge des Rummels rund um die Missbrauchsvorwürfe gegen den Schweizer Moderator. (Archivbild)
Jörg Kachelmann registriert Kameras noch heute mit Unbehagen - eine Folge des Rummels rund um die Missbrauchsvorwürfe gegen den Schweizer Moderator. (Archivbild) © Keystone/EPA DPA/OLIVER BERG
Wetterfrosch Jörg Kachelmann leidet auch heute noch unter den Folgen des Vergewaltigungsvorwurfs, wie er in einem Interview mit dem Magazin «stern» erzählte.

«Geblieben ist, dass ich ein unbehagliches Gefühl habe, wenn viele Menschen auf mich zukommen.Wahrscheinlich eine Folge der Jagdszenen, als Fotografen auf das Auto meiner Anwältin einstürzten, wenn sie mich in die Gerichtstiefgarage fuhr», sagte der 58-Jährige.

Kachelmann, der 2011 vom Landgericht Mannheim freigesprochen wurde, weil eine Vergewaltigung nicht bewiesen werden konnte, hatte jetzt von seiner früheren Geliebten Claudia D. Schadenersatz gefordert. Das Frankfurter Oberlandesgericht gab ihm Recht: Die Frau habe «wissentlich eine unwahre Strafanzeige erstattet».

Der Unternehmer und Journalist betont, er halte Vergewaltigung für «ein schreckliches Verbrechen», das harte Strafen verdiene. Es gebe aber auch «Männer, die zu Unrecht wegen Vergewaltigung verurteilt wurden und die daran zerbrachen oder sogar starben, während man die angeblichen Opfer bedauert hat.»

Er selbst habe sich gewisse Vorsichtsmassnahmen im Alltag angewöhnt: «Ich im Aufzug, der hält, Frau will rein, bedeutet: ich raus. Ich lasse die Türen offen, wenn ich mich mit einer Frau in einem Zimmer aufhalte. Sicher ist sicher.»

Kachelmann, der seit 2011 verheiratet ist und mit seiner Frau Miriam einen kleinen Sohn hat, sagt, das Gericht Frankfurt habe ihm «das Vertrauen in die Justiz zurück gegeben». Kachelmann besitzt ein Wetterstudio im Sattel, Schwyz.

(SDA)


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