Kadetten schlagen Saporoschje

Gabor Csaszar (Nummer 17) von den Kadetten war gegen Saporoschje nicht zu stoppen
Gabor Csaszar (Nummer 17) von den Kadetten war gegen Saporoschje nicht zu stoppen © KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Die Kadetten Schaffhausen melden sich in der Champions League zurück. Ohne Manuel Liniger besiegen sie Motor Saporoschje (Ukr) mit 30:27. Schon vor der Pause fiel mehr als eine Vorentscheidung.

Einen wundervollen Tag erwischte insbesondere der 31-jährige Ungar Gabor Csaszar, der vor acht Monaten zu den Kadetten gestossen war und schon vor der Pause sieben Tore erzielte, nur eines weniger als Motor Saporoschje insgesamt in der ersten Halbzeit. Bis zur Schlusssirene gelangen Csaszar 14 Goals. Auch der junge Luka Maros erzielte acht Tore.

In zwei der ersten drei Europacup-Partien war Maros ohne Torerfolg geblieben. Aber auch als Einheit legten die Kadetten eine bemerkenswerte Leistung auf das Parkett der BBC-Arena. Nicht nur der Angriff, auch die Defensive glänzte, wobei sich die Ukrainer aus der Agglomeration Kiews zumindest während der ersten 50 Minuten zuweilen auch äusserst ungeschickt anstellten.

Das alles führte dazu, dass Motor Saporoschje in der ersten Halbzeit weniger als jeden vierten Angriff erfolgreich abschloss (22 Prozent), sieben technische Fehler produzierte und einmal den Ball verlor, weil es mit einem Mann zuviel angriff.

Nur in den ersten fünf Minuten stand es dreimal unentschieden (0:0, 2:2, 3:3). Nach zwölf Minuten führten die Kadetten mit 7:6. Dann zogen die Schaffhauser über 9:6 und 11:7 bis zum Pausenstand von 15:8 unwiderstehlich davon. In der zweiten Halbzeit betrug die Differenz bis sechs Minuten vor Schluss stets mindestens sechs Tore.

Der einseitige Spielverlauf überraschte, denn vor einem Jahr hatten die Kadetten gegen Saporoschje in der Champions League mit 26:31 (h) und 32:37 (a) zweimal verloren und wegen dieser Niederlagen die Qualifikation für die Achtelfinals verpasst. Ausserdem musste vor dem Spiel Topskorer Manuel Liniger wegen einer Grippe Forfait erklären. Liniger hatte den Kadetten am Sonntag beim 31:31 in Rumänien gegen Baia Mare mit acht Toren zum ersten Punktgewinn in der aktuellen Champions-League-Kampagne verholfen.

Trotz des Heimsieges gegen Motor Saporoschje sieht es für den siebenmaligen Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen in der Gruppenphase noch nicht gut aus. In den letzten fünf Jahren bedurfte es in der Champions League in allen Gruppen stets mindestens zwölf und bis zu 17 Punkte, um in einer Sechsergruppe auf den 2. Platz zu kommen. Lediglich zwei Teams der Gruppe D mit den Kadetten wahren ihre Achtelfinalchance. Nach vier von zehn Spielen hat Schaffhausen erst drei Zähler auf dem Konto.

Resultate:

Champions League. Gruppenphase. Gruppe D. Donnerstag: Kadetten Schaffhausen – Motor Saporoschje (Ukr) 30:27 (15:8). – Rangliste: 1. Skjern Handball 3/4 (95:82). 2. Metalurg Skopje 3/4 (74:73). 3. Motor Saporoschje 4/4 (118:115). 4. Baia Mare 3/3 (94:93). 5. Kadetten Schaffhausen 4/3 (115:117). 6. Elverum 3/2 (73:89). – Modus: Die ersten Zwei qualifizieren sich für das Playoff um einen Platz in den Achtelfinals.

(SI)


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