Kaffeehauskette strebt grössten Börsengang Indiens seit 2012 an

Schicke Freizeitbeschäftigung: In ein Café wie in diese Café-Coffee-Day-Filiale im indischen Bangalore gehen und Kaffee trinken.
Schicke Freizeitbeschäftigung: In ein Café wie in diese Café-Coffee-Day-Filiale im indischen Bangalore gehen und Kaffee trinken. © KEYSTONE/AP/Aijaz Rahi
Eine indische Kaffeehauskette will den grössten Börsengang des Landes seit fast drei Jahren hinlegen. Das Unternehmen Coffee Day Enterprises als Besitzer der Kette Café Coffee Day hofft, sich umgerechnet rund 170 Millionen Franken zu sichern.

Die Aktien sollen 316 bis 328 Rupien (umgerechnet 4,7 bis 4,8 Franken) kosten. Die Zeichnungsfrist für die Aktien läuft bis Freitag. Bereits vor Beginn der Zeichnungsfrist hatten Grossanleger erklärt, 3,34 Milliarden Rupien (rund 50 Millionen Franken) investieren zu wollen.

Café Coffee Day ist die grösste Kaffeehauskette Indiens. Die erste Filiale öffnete 1996 in Bangalore; inzwischen gibt es mehr als 1500 Cafés der Kette in fast 220 Städten des Landes. Die Inder trinken zwar traditionell Tee – ausser im Süden. Kaffee in einem Café zu trinken gilt aber als schick und Zeichen für Wohlstand. Auch Starbucks hat sich inzwischen in Indien angesiedelt. Zudem sorgt die indische Kaffeehauskette Barista für Konkurrenz.

Café Coffee Day will mit den Einnahmen aus dem Börsengang Kredite bedienen und neue Filialen eröffnen. Sollten Anleger tatsächlich umgerechnet 170 Millionen Franken investieren, wäre dies der grösste Börsengang in Indien seit drei Jahren. Im Dezember 2012 hatte das auf Telekommunikationsinfrastruktur spezialisierte Unternehmen Bharti Infratel 638 Millionen Dollar eingesammelt.

(SDA)


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