Kampagne der Bündner Olympia-Gegner ist hinfällig

Am 12. Februar stimmt die Bündner Bevölkerung über den Kandidatur-Kredit für die Olympischen Winterspiele 2026 ab
Am 12. Februar stimmt die Bündner Bevölkerung über den Kandidatur-Kredit für die Olympischen Winterspiele 2026 ab © Keystone/Alessandro Della Bella
Wer zu früh plant, muss zwei Mal planen: So ergeht es derzeit den Gegnern der Bündner Olympia-Kandidatur. Weil die Regierung kurzfristig entschieden hat, ihr Konzept für die Olympischen Winterspiele im Jahr 2026 wider erwarten zu veröffentlichen, müssen die Gegner nun ihr Material für den Abstimmungskampf nochmals neu drucken lassen. Denn das war einer ihrer Vorwürfe.

Die Gegner der Bündner Olympia-Kandidatur kreideten der Regierung an, dass sie das Kandidatur-Dossier für die Olympischen Winterspiele 2026 unter Verschluss halten wollte. Nun hat die Regierung aber aus heiterem Himmel das komplette, 70-seitige Dossier für die Kandidatur zur Durchführung der Olympischen Winterspiele publiziert.

Regierung kommt Olympia-Kritikern entgegen

Der in der Olympia-Frage zuständige Volkswirtschaftsdirektor Jon Domenic Parolini (BDP) sagte am Dienstag, es bestehe Bedarf nach Transparenz. Diesem Wunsch sei die Regierung mit diesem Entscheid nachgekommen. Die Unterlagen würden zeigen, dass eine seriöse Arbeit geleistet worden sei.

Das unerwartete Vorgehen der Regierung stellt die Gegner kurz vor dem Abstimmungstermin von Mitte Februar vor eine grosse Herausforderungen, wie das Regionaljournal Ostschweiz berichtet. Denn die Mitglieder des olympiakritischen Komitees haben ihre Unterlagen für den Abstimmungskampf bereits gedruckt. Darin kritisieren sie unter anderem, dass die Regierung das Dossier nicht öffentlich einsehbar gemacht habe. Man sei nicht davon ausgegangen, dass die Regierung ihr Vorgehen überdenken würde.

Alles auf Anfang

Doch bevor die Gegner nun ihren Abstimmungskampf lancieren können, müssen sie nochmals über die Bücher und entscheiden, was mit dem bereits gedruckten Abstimmungsmaterial passiert. Im Grunde begrüsse man es jedoch, dass das Kandidatur-Dossier nun öffentlich sei. Somit erhalte auch die Bevölkerung Einblick in die Pläne des Olympia-Komitees.

Die Bündner Bevölkerung wird am 12. Februar über den Kandidatur-Kredit von 25 Millionen Franken abstimmen. Vor knapp vier Jahren fand bereits eine kantonale Olympia-Abstimmung statt. Damals sagte das Stimmvolk mit einem Anteil von knapp 53 Prozent Nein.

(stm)


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