Kampf um Durchgangsplatz für Fahrende geht weiter

Die Gossauer SP auf Stimmenfang dieses Wochenende.
Die Gossauer SP auf Stimmenfang dieses Wochenende. © Bild: Maja Bretscher, TVO
Die Gossauer Sozialdemokraten wollen den Entscheid vom Stadtparlament nicht hinnehmen. Sie kämpfen weiter für den Durchgangsplatz und haben eine Initiative lanciert.

Diesen Sommer hat das Gossauer Stadtparlament den Platz für Fahrende im Gossauer Industriegebiet abgeschmettert. Die Stadt Gossau und der Kanton St.Gallen wollten in Gossau einen Durchgangsplatz für zehn Wohnwagen erstellen. Die SP Gossau-Andwil kämpft weiter und will eine Volksabstimmung erzwingen.

Kampf um jede Unterschrift

700 Unterschriften sind nötig, um den Durchgangsplatz vor das Volk zu bringen. Die SP hat die Unterschriftenjagd dieses Wochenende eröffnet. Florian Kobler, Fraktionspräsident der SP Gossau-Andwil findet es stossend, dass Leute im Stadtparlament argumentieren, der Platz sei ungeeignet für Fahrende. “Der Kanton, die Stadt Gossau und die Fahrenden selbst behaupten genau das Gegenteil”, sagt Kobler gegenüber TVO. Deshalb kämpft er um jede Unterschrift.

“Die Hinterlassen eine Sauerei”

Ganz anders sieht dies Roland Seiler. Er ist SVP-Stadtparlamentarier und sagt klar: “Ein Durchgangsplatz für Fahrende funktioniert nicht.” Seiler befürchtet, dass ein Durchgangsplatz ausländische Fahrende anlockt. “Die bekommt man nicht in den Griff. Die melden sich mit zehn Wagen an. Dann kommen aber 40 oder 50 und hinterlassen eine Sauerei”, ist Seiler überzeugt. Er fragt, weshalb der Gossauer dies bezahlen sollte.

Florian Kobler hält dagegen. “Das ist einfach nicht wahr, was Roland Seiler sagt.” Es sei klar, dass der Durchgangsplatz für die Bedürfnisse der Schweizer Fahrenden zugeschnitten ist. Dies sei auch in der Platzordnung so festgehalten.

Abstimmung wahrscheinlich

Der Durchangsplatz im Gossauer Industriegebiet bleibt umstritten. Mit 350 Unterschriften haben die Intianten bereits schon dieses Wochenende die Hälfte der nötigen Unterschriften gesammelt. Höchst wahrscheinlich stimmt Gossau nächstes Jahr an der Urne über den Durchgangsplatz ab. (red.)

 


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