Kantersieg zum Auftakt für Schweizer Handballer

Rolf Brack konnte mit dem ersten Auftritt seiner Mannschaft zufrieden sein
Rolf Brack konnte mit dem ersten Auftritt seiner Mannschaft zufrieden sein © KEYSTONE/EPA/DANIEL MAURER
Die Schweizer Handballer starten erfolgreich ins Vierländerturnier in Tunesien. Das Team von Trainer Rolf Brack gewinnt gegen WM-Teilnehmer Algerien 32:20.

Die Schweizer waren den Nordafrikanern, die im Januar an der WM in Katar den letzten Platz belegt hatten, in allen Belangen überlegen, obwohl ihnen gleich zehn Spieler aus diversen Gründen fehlten – unter anderen Teamleader Andy Schmid, der klar beste Schweizer Handballer. Die SHV-Auswahl lag vor 200 Zuschauern in Hammamet stets in Führung. Von der 34. bis zur 42. Minute setzte sie sich von 16:12 auf 22:12 ab. Damit gab es über den Ausgang der Partie keine Zweifel mehr.

Die mit einer international unerfahrenen und völlig neu zusammengestellten Mannschaft angetretenen Schweizer überzeugten als Kollektiv; zwölf der 14 Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein. Regisseur Kevin Jud und der linke Flügel Luca Linder waren mit je fünf Treffern die besten Werfer der Schweizer. Beide verzeichneten keinen Fehlwurf.

Mit Lucas Meister (2), Cédrie Tynowski (1) und Björn Fröhlich bestritten gleich drei Akteure ihr erstes Länderspiel. Der hauptsächlich in der NLB bei den Kadetten Espoirs SH spielende Kreisläufer Lucas Meister erhielt viel Einsatzzeit in der Deckung, die sich sehr beweglich und aufsässig präsentierte. Auch die Torhüter Aurel Bringolf (7) und Andreas Portmann (8) zeigten mit total 15 Paraden solide Auftritte. Im Angriff agierten die Schweizer strukturiert und geduldig. Zu bemängeln gab es einzig die hohe Anzahl an technischen Fehlern (15).

Auch wenn die Leistung beim neunten Sieg im zehnten Spiel gegen Algerien erfreulich war, darf sie nicht überbewertet werden, zu harmlos war der Gegner. Am Freitag treffen die Schweizer um 16 Uhr erstmals auf den Iran, der an der WM immerhin zwei Siege gefeiert hat. Dann dürfte die Gegenwehr grösser sein.

Telegramm:

Schweiz – Algerien 32:20 (14:10)

Hammamet. – 200 Zuschauer. – SR Boualloucha/Khenissi (Tun). – Torfolge: 2:0, 5:3, 5:4, 7:4, 7:5, 9:5, 9:6, 11:6 (20.), 11:8, 13:10, 14:10; 14:11, 16:11, 16:12 (34.), 22:12 (42.), 24:15, 27:15, 30:18, 30:19, 32:19, 32:20. – Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 5mal 2 Minuten gegen Algerien.

Schweiz: Bringolf/Portmann (ab 31.); Lier (3), Geisser (1), Sidorowicz (2), Dähler (4), Von Deschwanden (3), Raemy (2), Küttel (1), Jud (5/2), Freivogel, Hofstetter (3), Fröhlich, Linder (5), Tynowski (1), Meister (2).

Bemerkungen: Schweiz ohne Schmid, Liniger (beide Erholungspause), Baviera (Studium), Striffeler, Mühlemann (beide verletzt), Svajlen, Fellmann (beide rekonvaleszent), Spengler, Portner und Maros (alle angeschlagen). – Bringolf hält Penalty von Ayatellah (24./12:8). Barkous schiesst Penalty an den Pfosten (54./28:16). Portmann hält Penalty von Barkous (60./32:19). – Länderspiel-Debüts von Fröhlich, Meister und Tynowski.

(SI)


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