Stadt weist Kritik des Kantons zurück

In Diessenhofen musste wegen des Unfalls eine Ölsperre errichtet werden.
In Diessenhofen musste wegen des Unfalls eine Ölsperre errichtet werden. © St.Galler Tagblatt/Reto Martin
Das Thurgauer Bau- und Umwelt-Departement (DBU) hat die öffentliche Förderung des Stadtrats Diessenhofen nach Stilllegung der Rhein-Zuleitung nicht goutiert. Das Vorgehen befremde. Der Stadtpräsident weist die Kritik aber scharf zurück.    

Zwischen der Stadt Diessenhofen und dem Kanton ist ein Streit entbrannt. Der Stadtrat hatte in einer Mitteilung an die Thurgauer Regierungsrätin Carmen Haag zunächst gefordert, dass die Leitung beim Rhein nicht mehr in Betrieb genommen werde. Auslöser für den Protest war ein Unfall Ende Februar. Öl war nach einer Tiefenbohrung in den Rhein geflossen.

Die Reaktion des DBU liess nicht lange auf sich warten und fiel heftig aus. “Dieses Vorgehen befremdet und entspricht nicht der traditionell guten Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und dem Kanton”, kritisierte das Departement. Es zeigte sich in seiner Stellungnahme zudem erstaunt über die erhobenen Vorwürfe, denn an einer gemeinsamen Sitzung Ende Februar sei die Stadt über alle Details informiert worden. Dabei sei das konkrete Vorgehen gemeinsam festgelegt und von der Stadt ausdrücklich begrüsst worden.

Dem widerspricht nun wiederum Walter Sommer, Stadtpräsident von Diessenhofen. “Mit der Stellungnahme des Kantons sind wir nicht einverstanden”, sagt er zu FM1Today. Die von Regierungsrätin Haag geleitete Sitzung habe stattgefunden. Es sei aber lediglich darum gegangen, welche Sofortmassnahmen zur Begrenzung der Schäden ergriffen werden sollten, mehr nicht.

(red)

Der Streit zwischen Kanton und Stadt im TVO-Bericht:


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