Kapsel-Streitigkeiten gehen in Deutschland weiter

Was von der Kapsel übrig bleibt - ECC will Kapseln ohne Alu in die Nespresso-Maschinen pressen können. (Symbolbild).
Was von der Kapsel übrig bleibt - ECC will Kapseln ohne Alu in die Nespresso-Maschinen pressen können. (Symbolbild). © KEYSTONE/GAETAN BALLY
Nespresso-Konkurrent Ethical Coffee Company (ECC) macht mit seinen Ankündigungen ernst und verklagt die Nestlé-Tochter nun auch in Deutschland. Ziel ist der Verkaufsstopp von Nespresso-Kaffeemaschinen, welche die Kapsel von ECC nicht zulassen.

Bereits in Frankreich und der Schweiz hat ECC gegen Nespresso geklagt. Die neusten Klagen in Deutschland richten sich in Deutschland nebst Nespresso gegen Krups und De’Longhi. In der Mitteilung vom Donnerstagabend spricht ECC selbst von einem Gegenschlag im Kaffeekapsel-Krieg.

Im Kern wollen beide, Nestlé-Tochter Nespresso und ECC, Kaffeekapseln für die Nespresso-Maschinen verkaufen können. Damit Nestlé seine Maschinen nicht so bauen kann, dass keine anderen Kapseln in die Maschinen passen, hat Konkurrent ECC mit juristischen Schachzügen vorgesorgt. Das Unternehmen hält Urheberrechte an den Änderungen der Nespresso-Maschinen, welche verhindern sollen, dass Kapseln aus anderen Materialien als Plastik oder Aluminium eingesetzt werden können.

Nestlé wollte ECC dieses Patent im Vorfeld entziehen, was aber nicht gelungen ist. Darum klagt ECC jetzt gegen Nespresso und fordert ein Verbot gegen Maschinen mit den Stopp-Mechanismen.

ECC – wie Nestlé in der Schweiz ansässig – wurde im Jahr 2008 von Jean-Paul Gaillard gegründet, der vorher bei Nespresso tätig gewesen war. Nespresso ist zwar weiterhin Marktführer im Kaffeekapsel-Geschäft, hat es in den vergangenen Jahren aber mit immer mehr Konkurrenten zu tun bekommen.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen