Katerstimmung beim Einrücken

Die Armee ergreift Massnahmen gegen die vielen Diebstähle im Militär (Symbolbild)
Die Armee ergreift Massnahmen gegen die vielen Diebstähle im Militär (Symbolbild) © KEYSTONE/Christian Beutler
Rund 7300 junge Schweizerinnen und Schweizer können den Sommer nur wenig geniessen: Sie müssen ins Militär. Heute startete die Sommer-RS. Und das freut nicht alle.

“Bei mir herrscht noch ein bisschen Katerstimmung vom OpenAir”, sagt ein junger Rekrut am Bahnhof Herisau. Für ihn wie auch viele andere Rekruten gilt es die nächsten 21 Wochen ernst. Denn so lange dauert die Rekrutenschule. Ein anderer meint: “Auch ich spüre das OpenAir noch in den Knochen. Ich hoffe, der Start wird gemütlich.” Er könne es kaum erwarten, bis die RS vorbei ist.

Trotz vieler negativer Stimmen gibt es auch Rekruten, die sich auf die kommende Zeit freuen: “Wir werden bestimmt viel lernen und auch körperlich fit bleiben.” Ein anderer ist sogar nervös: “Ich weiss nicht recht, was mich erwartet. Mental wird es bestimmt eine harte Zeit.”

500 Rekruten als im Vorjahr

Insgesamt 7300 Rekruten haben heute schweizweit die Sommer-RS angetreten. Dies sind 500 mehr als noch im vergangenen Jahr. Allerdings kann sich diese Zahl noch ändern. Erst Mitte Juli sei bekannt, welche Rekruten definitiv die RS absolvieren werden. Unter den Rekruten sind auch 74 Frauen. Rund 880 Personen werden ihren Dienst als Durchdiener absolvieren.

“Ich werde das Duschen vermissen”

Für die Jungs aus Herisau heisst es heute: Sachen packen und erst einmal einziehen. 21 Wochen fernab von Zuhause, daran haben nicht alle Freude: “Ich werde das regelmässige Duschen vermissen. Die Körperpflege kommt bestimmt zu kurz.” Für andere ist das Essen ein Thema: “Ich werde es vermissen, mich regelmässig am Kühlschrank bedienen zu können. Und natürlich wird mir das Fussball-Schauen fehlen.” Wieder andere vermissen den “Ausgang” oder das “Hängen” mit Freunden: “Mir wird das Nichtstun fehlen.”

(abl)

 

 


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