Katjuscha-Profi Worganow mit positivem Dopingtest

Eduard Worganow vom Team Katjuscha (rechts) nahm im April 2012 an der Tour de Romandie teil
Eduard Worganow vom Team Katjuscha (rechts) nahm im April 2012 an der Tour de Romandie teil © KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Weil Eduard Worganow einen positiven Dopingtest abgibt, droht dem gesamten russischen Topteam Katjuscha eine Sperre von 15 bis 45 Tagen.Wie der Internationale Radsport-Verband (UCI) am Freitag mitteilte, ist dem Russen Worganow am 14. Januar in der A-Probe Meldonium nachgewiesen worden.

Diese Substanz steht jedoch seit dem 1. Januar auf der Verbotsliste.

Aufgrund des zweiten Vergehens eines Teammitglieds innerhalb von zwölf Monaten könnte der World-Tour-Rennstall von der Disziplinarkommission der UCI demnächst für zwei bis sechs Wochen ausgeschlossen werden. Ein Entscheid darüber soll es in den nächsten Tagen geben. Der ehemalige russische Meister Worganow ist vorläufig suspendiert worden. Die Auswertung der B-Probe steht noch aus.

Katjuscha wies in einer Stellungnahme darauf hin, dass das neuerdings verbotene Medikament Meldonium (Mildronat) nie vom Team verwendet und Worganow auch nicht zur Verfügung gestellt worden ist. Aufgrund der teaminternen Null-Toleranz-Politik habe man den Fahrer mit sofortiger Wirkung von allen Mannschaftsaktivitäten ausgeschlossen. Man werde aufgrund der extrem enttäuschenden Situation auch eine eigene Untersuchung einleiten, so der Rennstall.

Im Juli des Vorjahres war dem italienischen Katjuscha-Profi Luca Paolini während der Tour der France die Einnahme von Kokain nachgewiesen worden. Mit Giampaolo Caruso ist derzeit auch ein dritter Profi aus dem Rennstall um Joaquim Rodriguez und Alexander Kristoff suspendiert, sein positiver EPO-Befund stammt allerdings aus einem Nachtest aus dem Jahr 2012. Auch diese beiden Verfahren sind derzeit noch hängig.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen