Kein Geld für kleine Skigebiete

Die Beschneiung kostet viel Geld.
Die Beschneiung kostet viel Geld. © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
Allen Skigebieten die unter 1300 Metern über Meer liegen, soll der Geldhahn zugedreht werden. Die Kosten für die Schneeproduktion seien zu hoch und würden die Umwelt unnötig belasten.

Jedes Jahr unterstützten der Bund und die Kantone Beschneiungsprojekte. In den letzten drei Jahren wurde dafür insgesamt 200 Millionen Franken aufgewendet. Den Grünliberalen ist dies zu viel: Wenn es immer wärmer wird, macht die künstliche Schneeproduktion in tiefen Lagen immer weniger Sinn”, sagt GLP-Präsident und Nationalrat Martin Bäumle der “Sonntagszeitung“.

Deshalb fordert er: Skigebiete unter einer gewissen Meereshöhe sollen in Zukunft keine Subventionen mehr erhalten. “Sicher nicht mehr unter 1300 Metern über Meer.” Darunter würden mindestens 45 Skigebiete in der Schweiz leiden. In der Ostschweiz und im Bündnerland wären dies die Skigebiete Grub/Kaien, Heiden/Bischofsberg, Schwellbrunn, Urnäsch/Osteregg, Alpsteinblick/Gonten, Oberegg/St.Anton, Atzmännig, Bildhaus am Ricken, Degersheim, Hemberg/Bächli, Tanzboden/Ebnat-Kappel und Oberwangen im Thurgau. Auch das Bündner Skigebiet Grüsch-Danusa würde kein Geld mehr bekommen.

Gegen das Vorhaben des grünen Politikers stemmt sich der Direktor der Seilbahnen Schweiz Ueli Stückelberger: “Der alpine Tourismus hat es schon schwer genug, da braucht es nicht noch weitere Hindernisse.” Durch das Verschwinden der Skigebiete, leidet die ganze Region. Hotels und das Gewerbe würden ohne Touristen bleiben. “Ohne öffentliche Gelder kann heute kein Skigebiet mehr überleben.”

(red)


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