Kein Schnee weit und breit – Sommerprogramm auf dem Kronberg

In einer Woche ist Weihnachten, doch vom Schnee fehlt jede Spur. Gestern zeigte das Thermometer 12 Grad an – miserable Voraussetzungen für Skifahrer. Kreativität ist gefragt: Auf dem Kronberg setzt man statt auf den Winter- wieder auf den Sommerbetrieb.

Die Ostschweiz erlebt einen äusserst milden Winterauftakt. Obwohl in den Flumserbergen und auf dem Pizol der Wochenbetrieb bereits gestartet ist und im Toggenburg am Wochenende über die Bühne geht, hat noch fast niemand Lust auf Skifahren. Bei diesen Temperaturen mag dies nicht zu verwundern. Auf dem Kronberg fehlt der Schnee noch praktisch gänzlich; die Skilifte stehen still.

Sommerprogramm im Winter

Statt Wintersportler auf der Piste trifft man hier Wanderer und Tagesausflügler an. Während für die beliebte Schlittelpiste schlicht der Schnee fehlt, dient weiterhin die Rodelbahn als Publikumsmagnet, die sonst eigentlich nur im Sommer läuft. Am Kronberg setzen die Verantwortlichen somit ganz offiziell auf ihr Sommerprogramm. Und das mitten im Dezember.

Auf Abruf sobald Schnee kommt

Die Devise ist einfach: Froh sein, dass der Betrieb überhaupt irgendwie läuft. “Wir haben den Vorteil, dass wir darauf ziemlich flexibel reagieren können”, sagt Roland Streule, Geschäftsführer der Kronberg-Bahn, gegenüber TVO. Und doch erfordern die aussergewöhnlichen Temperaturen aussergewöhnliche Massnahmen. “Es sind andere Leute im Einsatz als im Winterbetrieb. Unsere Patrolleure stehen auf Abruf bereit, wenn der Schnee kommt.”

Am Kronberg versucht man mit der Situation so gut umzugehen, wie es eben geht. Und doch wäre ein Kälteeinbruch bitter nötig: Auch weil das Wintergeschäft lukrativer als der Sommerbetrieb ist. (mla)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen