Keine Asyl-Ersatzabgabe in Oberwil-Lieli

Gemeindeammann Andreas Glarner wollte in seiner Gemeinde keine Asylbewerber aufnehmen.
Gemeindeammann Andreas Glarner wollte in seiner Gemeinde keine Asylbewerber aufnehmen. © Keystone/Dominic Steinmann
Die Einwohner der Aargauer Gemeinde Oberwil-Lieli stellen sich gegen ihren Gemeindeammann. Dieser wollte 290’000 Franken an den Kanton zahlen, um keine Flüchtlinge aufnehmen zu müssen und sorgte damit bis nach Deutschland für Schlagzeilen.

Der Entscheid fiel am Freitagabend an der Bürgerversammlung von Oberwil-Lieli. Wie die Aargauer Zeitung berichtet, haben die Einwohner der reichsten Gemeinde des Kantons Aargau mit 176 zu 149 Stimmen entschieden, die 290’000 Franken Ersatzzahlungen an den Kanton aus dem Budget zu streichen. Es ist eine deutliche Abfuhr für Gemeindeammann Andreas Glarner, welcher die Gemeinde von der Aufnahme von Asylbewerbern freikaufen wollte.

Die Gegner von Glarner zeigten sich laut Zeitungsbericht hocherfreut über den Ausgang der Abstimmung. Johanna Gündel, welche den Antrag an der Gemeindeversammlung zur Abstimmung brachte, spricht von einem “humanitären Akt”.

(red)


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