Keine Asylsuchenden, keine Stelle

Zwei der sechs Asylzentren im Kanton St.Gallen werden geschlossen.
Zwei der sechs Asylzentren im Kanton St.Gallen werden geschlossen. © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
Die Zahl der Asylsuchenden in St.Gallen nimmt immer mehr ab. Dies zwingt den Kanton dazu, zwei Zentren in Wil und im Neckertal per Ende November zu schliessen. Insgesamt 22 Mitarbeiter können dadurch nicht mehr länger beschäftigt werden.

«Es wäre wünschenswert, die Asylzentren weiterhin zu betreiben oder die Angestellten in anderen Asylzentren unterzubringen», sagt Maria Huber der Gewerkschaft VPOD im SRF. Sie ist überzeugt, dass die Zentren nicht hätten geschlossen werden müssen. «Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Asylsituation wieder ändert.»

Mitarbeiter ohne Anschlusslösung

Grund für die Schliessung der beiden Zentren in Wil und im Neckertal sind die sinkenden Asylzahlen. Bereits im Juli hat der Kanton deshalb entschieden, zwei der sechs Zentren im Kanton per Ende November zu schliessen. Für 22 Mitarbeiter konnte bis jetzt keine Anschlusslösung gefunden werden.

Die Zentren weiter zu betreiben, kommt für den Kanton nicht in Frage. «Es geht um Steuergelder, deshalb ist der Kanton zum Handeln gezwungen.» Es ergebe keinen Sinn, die Zentren offen zu halten ohne jeglichen Bedarf. «Wir sind gezwungen, möglichst sparsam umzugehen.» Was mit den 22 Mitarbeitern passiert, sei noch nicht klar. «Die Mitarbeiter suchen nach einem neuen Job. Einen kleinen Teil konnte man innerhalb der kantonalen Verwaltung platzieren.»

(red.)


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