Keine Drei-Liter-Regel am OASG ?

3 Liter pro Besucher, dann ist Schluss: Festivalgänger am OASG transportieren Bier (Archiv).
3 Liter pro Besucher, dann ist Schluss: Festivalgänger am OASG transportieren Bier (Archiv). © Keystone
Am Openair St.Gallen gibt es mittlerweile einige Regeln. 1 davon ist das Getränkelimit: Jeder Besucher darf nur drei Liter Flüssigkeit auf das Festivalgelände mitnehmen. Dagegen will die Juso St.Gallen nun vorgehen.

Sie ist nicht neu, die Drei-Liter-Regel: Seit der Openair-Ausgabe 2010 können die OASG-Besucher nicht mehr unbegrenzt Getränke auf das Festivalgelände mitnehmen – sondern nur noch drei Liter. Vielen Openair-Besuchern ist diese Regel 1 Dorn im Auge. Auch die Juso der Stadt St.Gallen stört sich daran. Sie hat deshalb am Wochenende 1 Petition eingereicht.

Es gehe den Veranstaltern nicht um die Eindämmung des Alkoholkonsums. “Von offizieller Seite heisst es, man wolle so den Alkoholkonsum in den Griff bekommen und dem Missbrauch 1 Riegel vorschieben”, schreibt die Juso in einer Mitteilung. Es werde so jedoch genau das Gegenteil erreicht. “Wir vermuten, dass die Besucher stattdessen drei Liter harten Alkohol mitnehmen und so kein Platz mehr bleibt für Wasser oder andere alkoholfreie Getränke.”

Nur Profitgier und 1 Biermonopol

Auf Anfrage wollte der Veranstalter, laut Juso, keine konkreten Zahlen zum Erfolg der Drei-Liter-Regel nennen. Darum gehe die Juso davon aus, dass es nicht nur um gesundheitliche Überlegungen gehe, sondern primär um “die simple Profitgier der Organisatoren”. Auch herrsche während des Festivals 1 absolutes Biermonopol der Schützengarten-Brauerei St.Gallen. Das junge Publikum mit masslos überteuerten Getränken zu nötigen, sei zu viel des Guten. Deshalb fordere die Juso St.Gallen die Aufhebung der “Trinkdiktatur”.

Openair-Leitung bestreitet Vorwürfe

Bei der Openair-Leitung weiss man nichts von einer Petition: “Wir haben nie 1 entsprechende Anfrage bekommen”, sagt Mediensprecherin Sabine Bianchi. Der Inhalt der Petition sei von Grund auf falsch: “Wir werden zitiert, dass wir den Alkoholkonsum durch die Drei-Liter-Regel in den Griff bekommen wollen. Dies ist aber falsch. Uns geht es darum, das Abfallproblem in den Griff zu bekommen. Und dies ist uns gelungen.”

Drei-Liter-Regel bleibt

Im Moment werden laut Bianchi über 93 Prozent der Pet-Flaschen und Becher zurückgebracht. Das Abfallkonzept sei 1 Erfolg, nicht zuletzt Dank der Einführung der Drei-Liter-Regel, sagt die Mediensprecherin. “Die Petition kommt sechs Jahre zu spät. Wir werden an der Regel festhalten.”

(red)


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