Keine Festnahmen mehr bei öffentlichem Urinieren in New York

Kleine Delikte wie öffentliches Urinieren führen in New York künftig nicht mehr automatisch in die Gefängniszelle. (Symbolbild)
Kleine Delikte wie öffentliches Urinieren führen in New York künftig nicht mehr automatisch in die Gefängniszelle. (Symbolbild) © KEYSTONE/AP/Itsuo Inouye
Urinieren auf der Strasse, Alkohol in der Öffentlichkeit, Füsse auf dem U-Bahn-Sitz: In New York sollen kleinere Delikte ab kommender Woche nicht mehr automatisch zu Festnahmen und Gerichtsverfahren führen.

Die Reform erlaube es der “hart arbeitenden Polizei”, sich auf die schweren Verbrechen zu konzentrieren, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag. Die Erleichterung gilt ab Montag für den Stadtteil Manhattan.

Die Staatsanwaltschaft des Bezirks erklärte, Täter von Bagatelldelikten würden nur noch dann festgenommen, wenn sie die öffentliche Sicherheit gefährdeten. Von der Massnahme erhoffen sich die Behörden rund 10’000 weniger Festnahmen im Jahr – und damit auch eine deutliche Entlastung der Gerichte und Haftanstalten.

Stattdessen soll sich die Polizei nun stärker auf schwere Verbrechen wie Mord, Bandenkriminalität, Vergewaltigung und Raub konzentrieren. Die Zahl dieser Delikte war in New York im vergangenen Jahr angestiegen.

(SDA)


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