Pistorius in Berufungsverfahren wegen Mordes verurteilt

Die Haftstrafe gegen Oscar Pistorius wird nicht verschärft: Ein Berufungsgericht lehnte den Antrag ab, den Ex-Sprintstar wegen Totschlags zu verurteilen. Das Bild zeigt Pistorius bei der Verkündung des Urteils vor einem Jahr.
Die Haftstrafe gegen Oscar Pistorius wird nicht verschärft: Ein Berufungsgericht lehnte den Antrag ab, den Ex-Sprintstar wegen Totschlags zu verurteilen. Das Bild zeigt Pistorius bei der Verkündung des Urteils vor einem Jahr. © KEYSTONE/EPA/HERMAN VERWEY/POOL
Der südafrikanische Sprintstar Oscar Pistorius ist in einem Berufungsverfahren wegen Mordes an seiner Freundin Reeva Steenkamp verurteilt worden. Es drohen ihm 15 Jahre Haft.

Der Angeklagte ist “des Mordes schuldig”, da er mit “krimineller Absicht” gehandelt habe, urteilte Richter Eric Leach am Berufungsgericht in Bloemfontein am Donnerstag. Leach verwies den Fall an die Vorinstanz zurück. Diese muss nun das Strafmass neu festsetzen.

Der unterschenkelamputierte Sportler hatte Steenkamp im Februar 2013 in Pretoria durch die geschlossene Toilettentür seines Hauses erschossen und war dafür in einem ersten Prozess zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Im Oktober dieses Jahres wurde er wegen guter Führung in den Hausarrest entlassen. Mitte November trat er einen Sozialdienst an, den er im Zusammenhang mit dem Hausarrest ableisten muss.

Pistorius beteuerte stets, Steenkamp für einen Einbrecher gehalten und sie in Panik erschossen zu haben. Nach dem Berufungsurteil drohen dem 29-Jährigen nun mindestens 15 Jahre Haft.

(SDA)


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