Keine Halbnoten mehr für St.Galler Schulkinder

Symbolbild
Symbolbild © KEYSTONE/Christian Beutler Ein Schueler loest eine Uebung waehrend dem Mathematikunterricht einer 5. Klasse im Schulhaus Feld am 25. September 2014 in Suhr, Kanton Aargau. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Zum ersten Mal haben die Schulkinder der Grundstufe der Stadt St.Gallen nur ganze Noten in ihrem Zeugnis stehen. Dieses Benotungssystem soll schrittweise auch für andere Stufen eingeführt werden. Dagegen wird nun angekämpft.

Anfangs Mai hat der Erziehungsrat des Kantons St.Gallen ein neues Beurteilungskonzept herausgegeben. Unter anderem soll es keine “Nägel” mehr geben, und auch die Note 2 soll verschwinden.

Die Vernehmlassung dauerte bis zum 4. Juli. Bis im August werden die Stellungnahmen ausgewertet. Danach will der Erziehungsrat das neue Beurteilungskonzept erlassen.

Besorgte Eltern und Lehrer

Es ist also noch gar nichts entschieden, und doch wurden offenbar die Schüler der Stadt St.Gallen diesen Juli bereits nach dem neuen System benotet. Das gefällt nicht allen, so zum Beispiel dem Präsidenten der SP-Fraktion der Stadt. Daniel Kehl ist selber Schulleiter und hat eine Anfrage an den Stadtrat geschickt. “Lehrpersonen, Eltern und an der Bildung Interessierte sind besorgt über das weitere Vorgehen bei der Beurteilung von Schulkindern in der Stadt St.Gallen”, schreibt der Stadtparlamentarier.

Nur ganze Noten?

Denn laut Kehl wurden nur ganze Noten in der Stadt St.Gallen verteilt, obwohl der Kanton im neuen Benotungskonzept ausdrücklich halbe Noten erlaube. Dort stehe nämlich: “Im Zeugnis werden ganze und halbe Noten gesetzt. Es steht den Schulträgern nicht frei, auf Halbnoten zu verzichten.”

Zudem müssten die Schulen für eine solche Neubenotung den pädagogischen Beirat konsultieren. Kehl stellt jedoch infrage, ob dies geschehen ist. Eine Rückmeldung des Stadtrates liegt noch nicht vor.

(red)


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