Keine Spenden: «Es zerreisst mir das Herz»

Bislang konnten bulgarische Strassenhunde auf Hilfe aus der Ostschweiz zählen. Jedes Jahr rettete das Tierheim Wängi 130 Tiere vor dem Tod. Weil die Hauptspenderin verstorben ist, fehlt nun aber das nötige Geld. 

Es sind 700 verwahrloste Hunde, die Nadja Müller, Leiterin des Tierheims Wängi, bislang von der Strasse retten konnte. Nun ist die Zukunft der bulgarischen Tiere ungewiss: Eine Gönnerin aus Wil, die während 15 Jahren monatlich 2500 Franken überwies, ist im vergangenen Sommer verstorben. Seither bekommt das Tierheim kein Geld mehr – obwohl die Frau vor ihrem Tod zugesichert hatte, dass weiter finanzielle Mittel fliessen. «Ich bin mir sicher, das ist nicht ihr Wille», sagt Müller zu TVO.

«Ich gehe fast kaputt daran»

Das Geld sei in eine Stiftung übergegangen, erklärt die Leiterin des Tierheims. «Wir haben schon alles versucht, um den Namen der Stiftung zu erfahren.» Es mache sie verrückt, dass sie von niemandem eine Antwort erhalte. Nun sucht Nadja Müller verzweifelt nach neuen Spendern. Denn: «Es zerreisst mir das Herz, ich würde so gerne helfen und gehe fast kaputt daran.»

Skepsis gegenüber Strassenhunden

Es sei schwierig, eine neue Geldquelle zu finden. «Viele sind skeptisch und denken, Hunde aus dem Ausland seien sowieso krank.» Müller steht nach wie vor hinter ihrer Mission. «Ich habe eine dicke Haut.» Das gespendete Geld werde zu 100 Prozent für bulgarische Strassenhunde eingesetzt.

(red.)


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