Keine Strafuntersuchung gegen Circus Royal

Die Löwinnen im Circus Royal (hier an einer Vorstellung in Weinfelden) werden nicht erniedrigt, sagt die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen.
Die Löwinnen im Circus Royal (hier an einer Vorstellung in Weinfelden) werden nicht erniedrigt, sagt die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen. © Tagblatt
Schlappe für die Tierschutzorganisation «Tier im Recht»: Die Stiftung ist mit einer Anzeige gegen den Circus Royal abgeblitzt. «Tier im Recht» wirft dem Zirkus Tierquälerei vor. Dies ist aber gemäss der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen nicht der Fall.

Am 9. August 2016 erstattete die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Circus Royal wegen Tierquälerei. Die Stiftung monierte unter anderem, dass sieben Löwinnen während der Darbietung vom 9. August 2016 erniedrigt und in ihrer Tierwürde verletzt worden seien.

Keine Erniedrigung

Die Darbietung mit den Löwinnen sei eine reine Machtdemonstration, kritisiert die TIR. Es gehe den Veranstaltern lediglich darum, dem Publikum zu zeigen, dass der Mensch in der Lage sei, die gefährlichen und physisch überlegenen Raubkatzen dazu zu bringen, auf Kommando Kunststücke aufzuführen.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen prüfte die Anzeige der Stiftung Tier im Recht und stellte fest, dass im vorliegenden Fall keine Erniedrigung der Löwinnen vorliegt, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Es sei selbstverständlich, dass der Dompteur beim Vorführen der einzelnen Phasen der Dressurnummer die Löwinnen dominiert. Dies sei jedoch bei jedem von einem Menschen gehaltenen Tier und den von ihm verlangten Verhaltensweisen der Fall.

Untersuchung eingestellt

Eine übermässige Instrumentalisierung kann laut der Staatsanwaltschaft in der beanstandeten Tiervorführung ebenfalls nicht erkannt werden. Hinzu komme, dass die Verantwortlichen des Circus Royal eine Tourneebewilligung des Veterinäramtes des Kantons Thurgau besitzen, in welcher die sieben Löwinnen enthalten sind.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen eröffnete daher keine Strafuntersuchung und erliess eine Nichtanhandnahmeverfügung. Die Verfügung ist rechtskräftig.

(red/uli)


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