Keine Zweifel mehr: Basel wird Meister

Wird sich Embolo in Saint-Etienne von der Masse abheben?
Wird sich Embolo in Saint-Etienne von der Masse abheben? © KEYSTONE/WALTER BIERI
Der FC Basel führt die enttäuschenden Grasshoppers auswärts in Unterzahl regelrecht vor. Nach dem 4:0 im Letzigrund steht der siebte Meistertitel der Bebbi in Serie eigentlich nicht mehr zur Debatte. Die Affiche war für nationale Verhältnisse vielversprechend.

Die Grasshoppers, seit einem weiteren Umbau im vergangenen Sommer erfrischend und angriffslustig, forderten den Dominator der letzten sechs Jahre heraus. Auch neutrale Experten hatten der statistisch besten Offensive die Qualität attestiert, den FC Basel beim ersten Rendez-vous seit dem 3:2-Coup im St.-Jakob-Park im letzten November erneut ernsthaft zu bedrängen.

Zwei Corner genügten dann aber dem FCB, alle Prognosen zu widerlegen und die Zürcher Hoffnungen frühzeitig auf den Nullpunkt zu senken. Nach 20 überaus einseitigen Minuten führte der Branchenprimus 2:0. Lang, vor seinem Wechsel ans Rheinknie während Jahren bei GC eine Leaderfigur, profitierte von einer ersten Desorientierung des GC-Keepers Joël Mall (12.). Das 2:0 begünstigte Philippe Senderos. Der Rückkehrer aus der Premier League fälschte einen scharfen Querpass von Breel Embolo ab, der aufgerückte Innenverteidiger Marek Suchy schob den Ball über die Linie.

Der FCB hatte mit der 2:0-Führung vor knapp 9500 Zuschauern mit den ersten beiden Angriffen klare Verhältnisse geschaffen. Pierluigi Tamis paralysierte und phasenweise mutlose Equipe reagierte auf den Fehlstart weitgehend ratlos.

Selbst der Platzverweis von Marc Janko (31.) änderte am Drehbuch nichts mehr. Dass der Liga-Topskorer tief in der eigenen Platzhälfte an der Seitenlinie gegen Moritz Bauer zum rustikalen Tackling angesetzt hatte und seine Equipe ohne Not schwächte, erschwerte die Situation Basels nicht einmal ansatzweise. Selbst in Unterzahl kontrollierten die Gäste den Kontrahenten problemlos – sie stellten den Rekordmeister am Ende gar bloss.

Für Senderos verlief das erste Spiel auf der Schweizer Klubbühne seit seiner Derniere mit Servette im Mai 2003 im Letzigrund (2:5) nicht wunschgemäss. Der Genfer bemühte sich an seinem 31. Geburtstag zwar, aber in verschiedenen Szenen fehlte ihm das Timing – die Jahre als Reservist in England haben Spuren hinterlassen.

Grasshoppers – Basel 0:4 (0:2)

9500 Zuschauer. – SR Bieri. – Tore: 12. Lang (Delgado/Corner) 0:1. 20. Suchy (Embolo) 0:2. 54. Lang (Delgado) 0:3. 93. Zuffi (Steffen) 0:4.

Grasshoppers: Mall; Bauer, Senderos, Bamert, Lüthi (58. Antonov); Kamberi, Basic, Källström, Caio (77. Brahimi); Tarashaj (58. Tabakovic), Dabbur.

Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Samuel, Safari; Zuffi, Xhaka (89. Fransson); Embolo (52. Bjarnason), Delgado (70. Sporar), Steffen; Janko.

Bemerkungen: GC ohne Kubli (rekonvaleszent), FCB ohne Degen, Hoegh, Aliji (alle verletzt). 31. Rot gegen Janko (Foul). Verwarnungen: 26. Basic, 34. Lüthi (beide Foul), 70. Delgado (Unsportlichkeit).

(SDA)


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